Bayern-Coach wehrt sich gegen Kritik und würde gerne mehr über Werder sagen

Guardiola mag’s nur mit Ball – und Ribery

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Viel Zuspruch vom Trainer: Franck Ribery kann sich der Rückendeckung von Pep Guardiola sicher sein. ·

München · Es war die Pressekonferenz vor dem Bayern-Spiel gegen Werder – doch gestern Mittag wurde an der Säbener Straße in München kaum über Werder gesprochen.

Dafür umso mehr über die Bayern, deren 0:1-Niederlage bei Real Madrid, die Philosophie von Trainer Pep Guardiola und die Formkrise von Franck Ribery. Dem Coach war das fast schon ein wenig unangenehm. Er habe sich sehr wohl mit dem nächsten Gegner beschäftigt, versicherte Guardiola, „aber ich bin ein korrekter Trainer, der auf Ihre Fragen antwortet.“ Was soll er da machen, wenn niemand etwas über Werder wissen will?

Immerhin wurde Guardiola gefragt, ob er heute mit einer A-, B- oder C-Elf zu dem für die Bayern bedeutungslosen Bundesliga-Heimspiel antritt. „Über eine Rotation muss ich noch nachdenken und mit einigen Spielern sprechen“, erwiderte der 43-Jährige.

Nachdenken ja, umdenken nein. In den wichtigsten Tagen seiner Amtszeit bei Bayern München will sich der Starcoach treu bleiben und allenfalls eine Feinjustierung an seinem ballverliebten Spiel vornehmen. „Bayern München hat mich deshalb gekauft“, sagte der Spanier über seine Idee von der totalen Ballkontrolle. Die war nach dem 0:1 des Titelverteidigers im Halbfinal-Hinspiel der Champions League in die Kritik geraten.

„Ich mag es, mit dem Ball zu spielen“, entgegnete Guardiola. Okay, wenn der Gegner aufgrund dieses Vorgehens mehr Spielanteile und Abschlüsse habe, „dann ist Ballbesitz nichts“, gab der 43-Jährige zu. Aber in Madrid sei dies nicht der Fall, sondern Bayern überlegen gewesen. Mit etwas Abstand sei er deshalb „noch stolzer“ auf sein Team.

Ribery schloss er in dieses Lob ausdrücklich mit ein. Der Franzose sei zwar nicht in Topform, aber er würde sich für die Mannschaft zerreißen auf dem Platz, betonte Guardiola: „Franck ist überragend, will uns immer helfen. Ich bin sicher, am Dienstag wird das passieren.“ Und heute? Vielleicht kommt für Ribery die Begegnung gegen Werder gerade recht. Denn in zwölf Pflichtspielen gegen die Bremer traf der französische Nationalspieler zehnmal, verzauberte mit Tricks und Kunstschüssen. · kni/sid/dpa

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