Schaaf über vier Verletzte und das Lerntempo der Jugend

Grübeleien eines Trainers

Thomas Schaaf sieht in den Verletzungen von Pizarro & Co. einen Grund für die Bremer Pleitenserie.

Werder-Bremen - BREMEN (csa) · Die Hände tief in den Taschen seiner Jacke vergraben, den Blick düster gen Boden gerichtet – so spazierte Thomas Schaaf gestern in Gedanken versunken über den Trainingsplatz. Die Übungseinheit der Reservisten war nur Nebensache. Der Werder-Coach grübelte. Als alle Gedanken gedacht waren, stellte er sich zum Gespräch.

?Was geht Ihnen nach einem Spiel wie dem 2:3 gegen Bayern München durch den Kopf?

!Es ist der Ärger darüber, dass bei uns mehr Qualität vorhanden ist, als wir gezeigt haben. Und die Überlegung, wie wir diese Qualität wieder herauskitzeln können.

?Und wie?

!Im Moment fehlen uns vier Spieler – Claudio Pizarro, Sebastian Boenisch, Daniel Jensen und Philipp Bargfrede. Die können wir nicht so einfach ersetzen. Ich denke, wir können mehr liefern, wenn wir wieder alle zusammen haben. So wie in der Hinrunde. Zu der Stärke müssen wir zurückfinden.

?Für Bargfrede und Boenisch haben in Tim Borowski und Aymen Abdennour zwei Neuzugänge dieser Saison gespielt…

!Zugegeben: Tim Borowski hat noch nicht die Form, für die er eigentlich steht. Aber Abdennour hat seine Sache defensiv gar nicht so schlecht gemacht. Die Einbindung in die Kombinationen, ins Spiel nach vorne fehlt aber noch.

?Die vierte Niederlage in Folge – und immer noch gilt der Vorwurf, den Spielern fehlt es an der totalen Bereitschaft. Wieso dauert der Lernprozess so lange?

!Weil wir es überwiegend mit jungen Spielern zu tun haben. Aaron Hunt, Mesut Özil, Marko Marin – sie alle sind aufgrund ihres Alters Leistungsschwankungen unterworfen. Das ist ganz normal.

?Welche Sicht ist richtig: Waren die Bayern am Samstag so stark oder Werder so schwach?

!Die Bayern haben abgeliefert, was wir erwartet hatten. Wir haben dagegen nicht zu unserer Leistung gefunden. Zwar haben wir die Münchner in manchen Szenen in Not gebracht, aber das war nicht nachhaltig. Es fehlte der Schwung, um dominant zu sein.

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