Großes Lob für das Vorbild Junuzovic

Der stolze Kapitän ist so enttäuscht

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Zlatko Junuzovic (l) und Eric Maxim Choupo-Moting von Schalke kämpfen um den Ball.

Bremen - Als die Frage nach der Kapitänsbinde kam, die er am linken Arm trug, da gönnte sich Zlatko Junuzovic kurz ein zufriedenes Lächeln. „Es war meine Premiere bei Werder und eine große Ehre für mich. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ich das machen durfte“, meinte der Österreicher – und ließ sogleich die Mundwinkel wieder herabsausen.

Schließlich hatte er mit Werder gerade eine bittere 0:3-Heimpleite gegen Schalke kassiert. „Für mich als Kapitän ist die Enttäuschung noch etwas größer“, erklärte Junuzovic.

Der 26-Jährige hätte einen weiteren Grund gehabt, sich über das Spiel zu ärgern: Denn während er eine hervorragende Leistung ablieferte, schwächelten mal wieder seine Kollegen. „Das war absolut vorbildlich“, lobte Robin Dutt – und der Coach geriet geradezu ins Schwärmen: „Diese läuferische Qualität, wie er rauf und runter marschiert ist – ein echter Box-to-Box-Player sagt man heutzutage.“ Und Dutt erinnerte schnell noch an die beste Szene des Sechsers vor der Riesenchance von Eljero Elia. Junuzovic hatte hinten den Ball erobert, ein paar Meter nach vorne getrieben, um dann mit einem feinen Pass auf Fin Bartels den besten Konter des Spiels einzuleiten. „Es funktioniert richtig gut, wenn Zladdy und Fin Nähe zueinander haben“, befand Dutt. Dazu passt, dass Bartels (12,08 Kilometer) und Junuzovic (11,72) die laufstärksten Spieler auf dem Platz waren.

Bei Junuzovic ist das nichts Neues. Der Österreicher gilt längst als Marathon-Mann, doch mit der Effektivität gab es oft Probleme. Als zweiter Sechser, der immer wieder nach vorne stößt, hat er nun offenbar die richtige Position gefunden. Am Dienstagabend war das allerdings nur ein schwacher Trost für den kleinen Mittelfeldspieler. „Es ist mir unbegreiflich, wie wir dieses Spiel verlieren konnten“, haderte Junuzovic und fügte – wie es sich für einen Kapitän gehört – noch Mut machend an: „Wir können Fußball spielen, das haben wir bewiesen. Wir müssen die Köpfe hoch nehmen und uns belohnen.“

kni

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