Die Bremer kassieren knapp fünf Millionen Euro – der Brasilianer 4,4 Millionen Euro im Jahr

Großer Zahltag für Werder und Naldo

Klaus Allofs erklärt den Naldo-Wechsel. ·

Zell am Ziller · Naldo ist schon weg. Gestern Abend verließ der Brasilianer das Trainingslager in Zell am Ziller, um bereits heute den Medizincheck bei seinem neuen Club VfL Wolfsburg zu absolvieren.

Vorausgesetzt, dabei läuft alles glatt, ist Werder um knapp fünf Millionen Euro Ablösesumme reicher, und auch Naldo macht richtig Kasse. Der 29-Jährige erhält 4,4 Millionen Euro brutto pro Jahr – und das vier Mal. Bei Werder bekam er geschätzte 2,5 Millionen Euro.

„Da können wir nicht mithalten“, gestand Werder-Boss Klaus Allofs: „Das war keine leichte Entscheidung für uns. Naldo war sieben Jahre bei uns, hat eine außergewöhnliche Entwicklung genommen und sich in die Herzen der Fans gespielt. Eine gewisse Traurigkeit ist da, aber es ging nicht anders.“ Denn Werder war nicht bereit, den in einem Jahr auslaufenden Vertrag mit Naldo schon jetzt langfristig zu verlängern. Zum einen aus finanziellen Gründen, zum anderen machen sich die Bremer auch Sorgen, ob Naldo wegen seiner Knieprobleme auf Dauer fit sein wird. Letzteres würde offiziell natürlich niemand bestätigen. So sagte Allofs gestern: „Naldo ist absolut fit. Ich habe ihn im Training lange nicht so gut gesehen wie hier.“ Die Freigabe sei, so Allofs, quasi auch eine Verneigung vor Naldo gewesen: „Wir wollten ihm diese außergewöhnliche Möglichkeit nicht verwehren. Und letztlich profitieren ja alle davon.“

Schon vor einigen Wochen hätte Felix Magath das Interesse an Naldo telefonisch bekundet, verriet Allofs. Doch dann herrschte Funkstille, ehe sich Magath vor zwei, drei Tagen wieder meldete. „Wir hatten natürlich unsere Vorstellungen“, so Allofs: „Ich habe Felix klar gesagt, dass es da nichts groß zu verhandeln gibt. Das war auch kein Problem.“ Über die genauen Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Allofs verriet nur, „das wir eine Summe erzielt haben, die interessant ist“.

Zum Beispiel für neue Spieler. „Wir haben schon vorher gesagt, dass wir noch etwas machen werden. Wir werden jetzt versuchen, uns auch auf dieser Position zu verstärken. Ob das ein junger oder erfahrener Spieler sein wird, muss sich zeigen“, sagte Allofs und bestätigte das Interesse an dem 18-jährigen Franzosen Prince-Desir Gouano von Juventus Turin. Eine dringende Notwendigkeit sieht Allofs im Abwehrzentrum allerdings nicht: „Wir sind mit Sokratis, Prödl und Lukimya plus Affolter von der Qualität her gut aufgestellt.“

Deshalb gebe es jetzt auch keinen Grund „pessimistisch zu sein“, glaubt Allofs. Aber ihm ist durchaus bewusst, dass der Naldo-Wechsel einen Dämpfer für die gerade erst erzeugte Aufbruchstimmung darstellt: „Es ist unsere Aufgabe, diese Stimmung weiter zu verbreiten – durch Leistung der Mannschaft und durch weitere Neuverpflichtungen.“ · kni

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