Grillitsch spielt sich in den Vordergrund

Komplimente für den Grünschnabel

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Kluge Pässe, mutige Torschüsse – so hat Florian Grillitsch auf sich aufmerksam gemacht.

Bremen - Als er nach 86 Minuten ausgewechselt wurde, gab es auffallend viel Applaus. Und der galt ganz gewiss nicht nur Claudio Pizarro, der an der Seitenlinie auf seinen Einsatz wartete. Sondern Florian Grillitsch, dem Grünschnabel im weiß-roten Trikot, der in der Diskussion um die Qualität der Werder-Talente ein bemerkenswertes Zeichen gesetzt hatte.

Beim 1:0 über den 1. FC Köln hatte der Österreicher kluge Pässe gespielt, selbst den Abschluss gesucht und sich so den Beifall der Fans verdient. Und nicht nur von denen. Auch Trainer Viktor Skripnik und Sportchef Thomas Eichin lobten den 20 Jahre alten Mittelfeldspieler für dessen Auftritt – es war der fünfte bei den Profis und der bislang beste. „Kompliment an ihn, er hat das sehr gut gemacht“, sagte Eichin und zählte auf: „Er war sehr ballsicher, hat auch mal die nötige Ruhe reingebracht. Er hat ein gutes Raumgefühl und ist zügig unterwegs.“ Was vergessen? Ach ja. Grillitsch kann auch den tödlichen Pass spielen (wie bei Anthony Ujahs Großchance/44.) und ist selbst torgefährlich (wie bei seinem Schuss aus der Drehung in Halbzeit zwei).

Ziemlich viel für einen jungen Mann, den vor der Saison niemand so recht auf der Rechnung hatte. Doch jetzt hat Grillitisch, der von den Fans noch vor Ujah zum „Man of the match“ gewählt worden war, die Chance, sich im Profi-Team festzubeißen. Coach Skripnik: „Wir freuen uns über seine Leistungen. Florian gehört zu den Spielern, die unsere Zukunft sind.“

Es sei denn, Grillitsch geht vorher von der Fahne. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus. Besteht da akuter Handlungsbedarf, Herr Eichin? „Wir werden sicher früh genug miteinander reden“, sagte der Geschäftsführer.

csa/kni

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