Greenkeeper Sebastian Breuing beendet den Platzärger im Zillertal

Der Herr der Halme vermisst seinen Rasen

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Greenkeeper bei den Grün-Weißen: Sebastian Breuing.

Zell Am Ziller - Inzwischen hat jeder Bundesligist einen Greenkeeper, aber kaum ein Club nimmt diesen auch mit ins Trainingslager. Werder schon. Sebastian Breuing war sogar drei Tage vor den Profis angereist, um zu begutachten, was in Zell am Ziller aus dem Rasenprojekt geworden ist.

Und der 37-Jährige kann stolz sein, so gut waren die Plätze noch nie. Gleiches gilt auch für das Geläuf im Weserstadion, dass im Ranking der Deutschen Fußball-Liga den Vorjahressieger überholt hat.

Aber erst mal ins Zillertal: Der Rasen vor Ort hat schon so manchen Werder-Coach rasend gemacht – vor drei Jahren Thomas Schaaf, auch Robin Dutt war danach wenig begeistert. Werder handelte, ließ vor einem Jahr den gerade erst aus Bochum abgeworbenen Greenkeeper Breuing einfliegen. Und der erarbeitete zusammen mit den Gastgebern ein Konzept, wie der Rasen zu retten sei. Und siehe da: Ein Jahr später ist alles tipptopp – ein Teppich. Der auf dem Hauptplatz etwas fleckig daherkommt, aber das ist kein Qualitätsmangel. „Das sind Fremdgräser die sich eingenistet haben“, so Breuing.

Der Landschaftsgärtner, der sein Studium zum Landschaftsarchitekten für den Job beim VfL Bochum abgebrochen hat, ist einerseits glücklich, aber auch ein wenig ungeduldig. „Ich freue mich auf meinen Rasen“, ist Breuing gedanklich immer auch im Weserstadion. Dieser Job sei eben eine „Herzensangelegenheit“. Außerdem gibt es eine Entwicklung fortzusetzen. Denn im Rasen-Ranking der DFL hat sich Werder weit nach vorne geschoben. Breuing kennt das Ergebnis, will der Vergabe des Rasen-Awards am 1. September in Bremen aber nicht zuvorkommen. Er verrät nur so viel: „Letztes Jahr hat der VfL Wolfsburg gewonnen, diesmal liegen wir vor dem VfL.“ Und die Wolfsburger haben einen Hybrid-Rasen, also eine Kombination aus Kunstfasern und echtem Rasen. Da haben herkömmliche Spielflächen wie in Bremen eigentlich keine Chance. Doch die Kapitäne und Schiedsrichter, die den Untergrund nach jedem Spiel bewerten, haben anders entschieden.

Insgeheim träumt der Greenkeeper von Verhältnissen wie bei seinem Freund Lee Jackson bei Manchester City. Der reiche Club leistet sich auf seinem Trainingsgelände alle drei Platzarten (normal, Hybrid und Fiebersanduntergrund), damit sich die Profis auf die Auswärtsspiele optimal vorbereiten können.

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Training am Montagvormittag

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