Werder-Keeper glaubt an baldige Rettung / Lobeshymnen nach Frankfurt-Spiel

„Grandioser“ Wiese: „Ein Sieg – und wir sind durch“

Der Held von Frankfurt: Werder-Torwart Tim Wiese bot gegen die Eintracht eine Weltklasse-Leistung und hielt gleich mehrere schier unhaltbare Bälle.

Werder-Bremen - Von Malte Rehnert · Das freie Wochenende dürfte Tim Wiese in vollen Zügen genossen haben. Nach seiner vorzüglichen Leistung beim 1:1 in Frankfurt verteilte wohl jede Zeitung die Note „1“ an Werders Nummer „1“ – das wird dem Keeper gefallen.

Mitspieler und Verantwortliche hatten bereits in den Katakomben der Commerzbank-Arena ein Loblied auf den 29-Jährigen gesungen. Bitter aber: Wiese spielte nicht zu null – und Werder verpasste durch das Remis den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Werder trennt sich 1:1 von Frankfurt

Werder trennt sich von Frankfurt 1:1

Doch obwohl der Abstand der Bremer auf den Relegationsplatz „nur“ sechs Punkte beträgt, bleibt Wiese äußerst gelassen. Er hat seine ganz eigene Rechnung aufgemacht – und wenn’s danach geht, ist Werder bald gerettet. „Wir brauchen noch einen Sieg, dann sind wir durch. Das reicht“, glaubt Wiese und erklärt, wie er zu dieser Überzeugung gekommen ist: „Vor dem Spiel in Frankfurt hatte ich im Hotel viel Zeit und habe mir das lange angeschaut: In den letzten zwölf Jahren ist mit 37 Punkten keine Mannschaft abgestiegen.“

Dass Werder nach dem Punkt in Frankfurt nun 34 und nicht weiterhin nur 33 Zähler auf dem Konto hat, war vor allem Wiese zu verdanken. Der Keeper verhinderte erst einen Rückstand, dann zwei Mal den Ausgleich und nach Martin Fenins 1:1 (83.) eine Niederlage – jeweils gegen Theofanis Gekas. Gleich vier Mal brachte er den griechischen Torjäger in Eins-gegen-Eins-Situationen mit überragenden Reflexen zur Verzweiflung (12./62./64./86.).

Die Noten der Spieler

Werder in Noten

„Tim ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Heute hat er grandios gehalten, an dem Punkt hat er großen Verdienst“, lobte Mittelfeldmann Tim Borowski. „Wir haben heute einen großen Tim Wiese gesehen“, schwärmte Trainer Thomas Schaaf. „Tim hat uns super gerettet“, ergänzte Kapitän Torsten Frings. Und Sportchef Klaus Allofs urteilte: „Das war besonders spektakulär. Er war unser großer Rückhalt.“

Wiese selbst sprach nach seiner Top-Leistung zwar von „einem meiner besten Spiele in dieser Saison“ und einem „guten Tag“, reagierte ansonsten aber ziemlich bescheiden: „Zuletzt standen wir besser, heute war’s nicht so, da haben wir mehr zugelassen – und dann musste ich eben einspringen. Ich konnte mich heute mal auszeichnen.“

Und das unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der die Paraden des 29-Jährigen auf der Tribüne verfolgte und beeindruckt gewesen sein dürfte. Für viele der 51 500 Zuschauer in der ausverkauften Arena galt dies nicht: Sie pfiffen den Bremer Schlussmann aus und verhöhnten ihn sogar. Doch selbst solche Schmähungen perlten an Wiese ab: „Das ist hier in Frankfurt doch immer so, das kenne ich schon.“

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