Kevin De Bruyne wird Werder verlassen, weil Chelsea es so will: „Ich soll auf höherem Level spielen“

Goodbye, Bremen!

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Kevin De Bruyne nach Ablauf des Leihvertrages definitiv nicht in Bremen bleiben. Der FC Chelsea will ihn international spielen sehen – De Bruyne ist absolut einverstanden: „Das ist auch meine Absicht.“ ·

Bremen - Jetzt ist es raus: Chelsea-Leihgabe Kevin De Bruyne wird Werder Bremen am Saisonende auf Nimmerwiedersehen verlassen. Diese Botschaft verkündete der Belgier gestern Vormittag.

„Der FC Chelsea hat entschieden, dass ich auf einem höheren Level spielen soll, damit ich mich noch besser entwickeln kann“, sagte der 21-Jährige. Höheres Level heißt in diesem Fall internationaler Wettbewerb. Und den wird Werder auch in der kommenden Saison nicht bieten können.

Wohin es ihn letztlich ziehen wird, ist nicht klar. Der FC Chelsea, wo er einen Vertrag bis 2017 besitzt, ist De Bruynes großer Traum. Aus der Bundesliga haben Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg ihre Fühler nach dem offensivstarken Techniker (sechs Tore und acht Assists in 27 Ligaspielen) ausgestreckt. Fakt ist für Kevin De Bruyne nur, dass Bremen das bleibt, was es von Anfang an war: eine Durchgangsstation.

Im vergangenen Sommer schickte ihn der FC Chelsea an die Weser, um Spielpraxis zu sammeln, um zu lernen. Auftrag erfüllt. De Bruyne ist einer der wenigen Lichtblicke im Bremer Team und zufrieden mit seiner Zeit bei Grün-Weiß: „Ich hatte hier ein gutes Jahr, habe sehr viel und auf einem guten Niveau gespielt. Das war phantastisch für mich, ich bin sehr glücklich mit diesem Jahr.“

Auch der FC Chelsea habe seinem Berater Patrick De Koster in der vergangenen Woche bescheinigt, dass Werder eine gute Station war. Aber nun muss der nächste Schritt kommen. Deshalb haben die Engländer De Koster in der vergangenen Woche mitgeteilt, „dass ich zu einem größeren Club gehen muss – für meinen eigenen Fortschritt, meine eigene Entwicklung“, berichtete De Bruyne, dem es an Bewerbern nicht mangelt: „Es sind einige Vereine interessiert. Das ist gut für mich.“ Bayer Leverkusen werden dabei die größten Chancen nachgesagt – denn: Der Bundesliga-Dritte und Champions-League-Anwärter kann André Schürrle in die Verhandlungen einbringen. Auf den deutschen Nationalspieler ist der FC Chelsea schon lange scharf.

Der VfL Wolfsburg muss sich mit seinem Manager Klaus Allofs dagegen wie auch Werder ganz hinten in der Schlange der Anwärter anstellen – mangels aktueller internationaler Perspektiven. Natürlich würden die Bremer ihren Mittelfeld-Diamanten gerne weiter schleifen und von seinen Fähigkeiten profitieren. Geschäftsführer Thomas Eichin will deshalb auch nicht glauben, dass die Würfel schon gegen Werder gefallen sind. Es sei durchaus denkbar, dass De Bruyne ein weiteres Jahr in Bremen bleibt, sagte Eichin gestern Mittag nach einem Telefonat mit De Koster: „Er hat mir die Situation anders dargestellt. Es steht noch gar nicht fest, was Chelsea mit Kevin vorhat.“ Der Verlust des belgischen Nationalspielers wird Eichin freilich nicht umhauen: „Es war immer klar, dass es ein Geschäft auf Zeit ist. Das sind nun einmal die Gesetze des Marktes.“

Im Sommer wird De Bruyne bei den „Blues“, wo Trainer Rafael Benitez vor der Ablösung steht, die Vorbereitung bestreiten. Ziel ist es, einen Platz im Kader des noch amtierenden Champions-League-Siegers zu ergattern. Fällt De Bruyne, 2012 für 8,5 Millionen Euro von KRC Genk geholt, aber erneut durchs Raster, kommen andere Clubs für ein erneutes Leihgeschäft ins Spiel. Laut De Bruyne aber definitiv nicht Werder: „Es ist auch meine Absicht, nächste Saison international zu spielen.“

Dass die Bremer trotzdem noch auf seinen Verbleib hoffen, liegt am FC Chelsea, denkt De Bruyne: „Es ist Sache der Clubs, miteinander zu sprechen. Meine Aufgabe ist es nicht, zu den Bossen zu gehen und sie zu informieren.“ · csa/kni

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