Werder-Keeper Tim Wiese ist heiß auf seinen Saisonstart / Deutliche Warnung für Özil

„Gleich die Bälle um die Ohren hauen“

Tim Wiese ist heiß auf Fußball – und will heute sofort voll einsteigen. Eine große Eingewöhnungsphase nach dem WM-Urlaub hält er nicht für notwendig.

BAD WALTERSDORF · Heute Morgen macht sich Tim Wiese auf den Weg nach Bad Waltersdorf – gemeinsam mit seinen WM-Kollegen Per Mertesacker und Mesut Özil. Und der Keeper von Werder Bremen kann’s kaum erwarten, wieder mit seinen Vereinskollegen auf dem Platz zu stehen.

Worauf er sich im Trainingslager in Österreich am meisten freut, wie er auf die WM in Südafrika zurückblickt und warum er Özil vor einem Wechsel warnt, verrät der 28-Jährige im Interview.

Herr Wiese, es geht für Sie wieder los – haben Sie schon Lust auf Fußball?

Und wie! Michael Kraft (Werders Torwarttrainer, Anm. d. Red) soll mir gleich die Bälle um die Ohren hauen.

Es scheint so, als würden mit dem neuen Bundesliga-Ball „Torfabrik“ viel mehr Treffer im Training fallen.

(lacht) Da muss nur der richtige Mann im Tor stehen . . .

Sie haben wegen einer Knieverletzung auf einen Einsatz im kleinen WM-Finale verzichtet. Sind Sie wieder gesund?

Alles kein Problem. Die Verletzung war nicht so schlimm, und wenn ich die Nummer eins und das Spiel ganz wichtig gewesen wäre, hätte ich auch gespielt. Aber ich wollte nichts riskieren. Ich bin topfit, bin viel gelaufen und Rad gefahren. Der Trainer kann sofort auf mich zählen. Aber er weiß ja auch, dass ich ein ehrgeiziger Typ bin, der immer viel nebenbei für sich macht. Ich habe auch bei der WM Extraschichten geschoben. Einmal Training am Tag reicht mir einfach nicht.

Was haben Sie für Erfahrungen von der WM mitgenommen?

Ich wüsste nicht, was ich da mitnehmen sollte, ich habe ja nicht gespielt.

Aber so eine WM ist doch auch für einen Ersatztorwart etwas Besonderes.

Natürlich war das ein interessantes und großes Ereignis. Sportlich hat es mich aber nicht umgehauen, das Niveau war nicht unbedingt höher als im europäischen Spitzenfußball. Und den kenne ich sehr gut durch die Spiele mit Werder.

Mesut Özil wurde bei der WM endgültig zum Star, nun droht sein vorzeitiger Abschied aus Bremen. Was raten Sie ihm?

Bei jungen Spielern ist es immer gefährlich, wenn sie zu früh zu einem absoluten Topclub im Ausland gehen. Plötzlich landen sie da auf der Bank – und dann war’s das mit der Karriere. Ich glaube jedenfalls, dass Mesut in dieser Saison bei uns am besten aufgehoben wäre.

Haben Sie ihm das schon gesagt, und konnten Sie ihn davon überzeugen?

Nein, das mache ich nicht. Dass muss er selbst wissen, außerdem hat er dafür ja auch seine Familie und seinen Berater.

Wie stark ist Werder in dieser Saison?

Wir können sehr stark sein, wenn wir an die Leistungen im zweiten Teil der Rückrunde anknüpfen. Wir müssen immer konzentriert und dürfen nie überheblich sein. Wir sollten auch nicht von irgendwelchen Titeln reden, sondern Taten sprechen lassen.

Und Ihre Taten sollen Sie zur Nummer eins im deutschen Tor machen? Oder haben Sie das Thema abgehakt?

Nein, wieso? Ich habe mich zwar damit abgefunden, dass ich bei der WM nicht gespielt habe. Aber jetzt werde ich mich weiterhin absolut korrekt verhalten, und dann gehe ich zu 100 Prozent davon aus, dass ich weiterhin dabei bin.

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