Werder-Stürmer zieht sich nach Sturz Kapselverletzung im rechten Knie zu

Glatteis stoppt Pizarro

Die Schmerzen im Knie lassen bei Stürmer Claudio Pizarro kein Training zu.

Von Arne Flügge / BREMEN · Herber Rückschlag für Claudio Pizarro, bittere Nachricht für Werder Bremen: Der Topstürmer fällt zum Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt wegen einer Kapselzerrung im rechten Knie mit großer Wahrscheinlichkeit aus. „Es sieht nicht gut aus. Ich weiß nicht, ob ich es bis Samstag schaffe“, sagte der 31-Jährige gestern.

Ursache der Verletzung ist ein Sturz bei Glatteis (wir berichteten). Am Dienstag hatte Pizarro beim Torschusstraining den Ball weit über den Zaun Richtung Weserdeich gedroschen. Nachdem der Peruaner den Ball wiedergeholt hatte, rutschte er mit seinen Stollenschuhen auf dem vereisten Pflaster am Eingang des Trainingsplatzes aus und schlug der Länge nach hin. Dabei fiel Pizarro aufs rechte Knie.

Am Nachmittag hatte der Angreifer dann noch am Testkick der Profis gegen die Amateure teilgenommen, „doch schon da hatte er Probleme“, berichtete Trainer Thomas Schaaf. Gestern Morgen wurden die Knieschmerzen bei Pizarro schlimmer, er konnte nicht trainieren. „Wir müssen sehen, was und wie viel kaputt ist, oder ob es geht“, sagte Schaaf. Am Mittag dann die bittere Diagnose: Kapselzerrung!

„Ich kann das Knie überhaupt nicht beugen. Es hat sich Flüssigkeit drin gesammelt. Jetzt muss ich sehen, wie mein Körper reagiert und wie schnell ich fit werde“, erklärte Pizarro auf dem Weg zur Behandlung am Nachmittag. Bis Samstag arbeitet die medizinische Abteilung der Bremer nun auf Hochtouren, um Pizarro vielleicht doch noch gesund zu bekommen. „Es hängt davon ab, wie schnell die Flüssigkeit aus dem Knie geht und ich das Bein wieder bewegen kann“, meinte der Angreifer, der sich über sein Missgeschick mächtig ärgert. „Wenn es nun bei einem Zweikampf passiert wäre, hätte man nichts machen können. Sich aber bei so einer Scheißsituation zu verletzen, ist enttäuschend und frustrierend. Das ist doch völlig sinnlos“, klagte der Topstürmer.

Nicht nur für Pizarro, auch für Werder zweifellos eine Hiobsbotschaft. Schließlich hatte sich Pizarro gerade erst nach einer siebenwöchigen Verletzungspause wegen eines Haarrisses im Sprunggelenk zurückgemeldet und eine gute Vorbereitung absolviert. „Manchmal hat man solche Phasen“, seufzte der Stürmer, „ich muss jetzt zusehen, schnell wieder zurückzukommen.“

Pizarro geht davon aus, dass „ich aber höchstens ein Spiel fehlen werde“. Denn in der kommenden Woche steht das Topspiel gegen seinen Ex-Club Bayern München an. „Und da will ich auf jeden Fall dabei sein. Und wenn ich auf Krücken spiele“, grinste Pizarro. Seinen Humor hat er zumindest nicht verloren.

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