Gladbach will sich aus der Krise kämpfen – und erneut gegen Werder den größten Fehlstart verhindern

Xhakas Versprechen: „Wir sind Männer genug“

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Granit Xhaka hat einiges vor in Bremen.

Mönchengladbach - Zwischen Königsklasse und Kellerkampf: Max Eberl wandelt derzeit in zwei Welten. Am Donnerstag freute sich der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach bei der Champions-League-Auslosung über gleich drei Topclubs als Gegner, zurück in Deutschland wartet nun morgen in Bremen wieder der Liga-Alltag. Und der könnte grauer kaum sein.

„Wir hätten uns alle einen anderen Start gewünscht. Jetzt gilt es, den Kopf wieder hochzunehmen“, sagt Eberl zum Null-Punkte-Auftakt. Panik sei unangebracht. Doch auch der 41-Jährige weiß: Mit der Ruhe am Borussia-Park könnte schnell Schluss sein, sollten die Fohlen erneut verlieren. Denn drei Pleiten nach drei Spieltagen gab es in der langen Geschichte des fünfmaligen Meisters noch nie. Und die Freude auf die Champions-League-Gegner Juventus Turin, Manchester City und FC Sevilla wäre auch erst mal futsch.

„Natürlich steigt der Druck nach null Punkten und sechs Gegentoren. Das ist ganz normal. Wir müssen uns jetzt wieder an unsere Stärken erinnern“, meint Nationalspieler Patrick Herrmann. Kollege Granit Xhaka kündigt ein anderes Auftreten an: „Wir sind Männer genug, um das wieder gutzumachen.“ Worte, die Eberl gerne hört, denn zuletzt hat er vor allem den nötigen Kampfgeist vermisst: „Wir müssen wieder unsere Grundtugenden auf den Platz bringen, die auch in den letzten Jahren die Basis waren: Das gemeinschaftliche Verteidigen, um Gegentore zu verhindern. Das Spiel nach vorne ist der zweite Schritt.“

Die Defensive ist in der Tat das größte Problem der Borussia. Sechs Gegentreffer sind Liga-Höchstwert. Zum Vergleich: In der gesamten Rückrunde der vergangenen Saison kassierte das Team von Trainer Lucien Favre mit zehn Toren die wenigsten aller Clubs. „Wir verteidigen nicht gut, und dann wird es teuer“, sagte der Coach nach dem 1:2 gegen Mainz. Spannend wird, ob Favre erneut in der Abwehr rotieren lässt. Nach dem 0:4 in Dortmund nahm der Schweizer seinen Innenverteidiger Andreas Christensen aus der Mannschaft, die alte Sicherheit kam trotzdem nur zeitweise zurück. Gut möglich ist zudem, dass der zuletzt gesperrte Havard Nordtveit auf der Sechs beginnt und Lars Stindl somit offensiver agieren darf. Neuzugang Josip Drmic droht dagegen erneut die Bank.

„In Bremen müssen wir dringend anfangen zu punkten“, fordert Kapitän Tony Jantschke: „Jeder, der gedacht hätte, dass es von alleine so weiterläuft wie in der Vorsaison, muss jetzt erkennen, dass es nicht so ist.“ Mut macht immerhin der Blick zurück: Null Punkte nach zwei Partien hatte die Borussia zuletzt 2008 auf dem Konto. Am dritten Spieltag gelang dann der befreiende Sieg – gegen Werder Bremen.

sid

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