Ginczek bleibt ein heißer Kandidat

Trickst Eichin Joselu herbei?

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Joselu ist bei Werder im Gespräch.

Bremen - Urlaub? Für Thomas Eichin ist das derzeit kein Thema. „Ich bin im Dienst“, erklärte der Werder-Sportchef gestern – konnte allerdings von einer richtig angenehmen Dienstreise berichten.

Am Abend stand der Besuch des Länderspiels zwischen Deutschland und Kamerun auf dem Programm. Und das passenderweise in Mönchengladbach, wo er 14 Jahre als Profi gespielt hat. Der 47-Jährige konnte entspannt zuschauen – denn potenzielle Neuzugänge standen nicht auf dem Platz. WM-Teilnehmer sind dem SV Werder im Jahr 2014 schlichtweg zu teuer, hatte Eichin schon vor Wochen klargestellt.

Der Sportchef muss also woanders suchen. Und dabei hat er vor allem zwei Spieler im Blick: Daniel Ginczek vom 1. FC Nürnberg, das ist schon länger bekannt, und Joselu, der noch bis Ende des Monats von 1899 Hoffenheim an Eintracht Frankfurt ausgeliehen ist. „Ein sehr interessanter Mann“, bestätigt Eichin – verstummt aber sogleich wieder. Wasserstandsmeldungen will der Sportchef nicht abgeben. Beim 24-jährigen Spanier, der in Stuttgart geboren ist, muss Eichin erfinderisch sein. Denn finanziell dürfte eine Verpflichtung schwierig, weil zu teuer werden. Sechs Millionen Euro will Hoffenheim angeblich haben. Das ist Frankfurt zuviel, die Eintracht will den 1,92 Meter großen Angreifer aber unbedingt halten. Der VfB Stuttgart möchte ihn auch haben. Neun Tore und zwei Assists bei 24 Einsätzen in der vergangenen Bundesliga-Saison wecken Begehrlichkeiten. Sicher auch beim Spieler. Momentan scheint Werder nicht in der Pole Position.

Da ist die Lage bei Ginczek schon aussichtsreicher. Denn man kennt sich bereits. „Es ist ja kein Geheimnis, dass ich ihn schon vergangene Saison wollte“, sagt Eichin. Damals entschied sich Ginczek allerdings für einen Wechsel vom FC St. Pauli zum 1. FC Nürnberg. Nach dem Abstieg des Clubs darf der 23-Jährige für eine festgeschriebene Ablöse von 2,5 Millionen Euro gehen. Sein Problem: Im Februar hat er sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Im Juli soll der 1,91 Meter große Stürmer aber wieder einsatzbereit sein. Ein Restrisiko bleibt. „Der Spieler gefällt mir sehr“, sagt Eichin – und lässt nur noch ein „Wir müssen abwarten“ folgen.

Die Stürmersuche wird zum Geduldsspiel, das nächste Woche enden kann – oder auch erst „Ende August“, sagt Eichin.kni

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