Der Sieg über Bayern 1999 – eine magische Pokalnacht

„Es gibt nichts Schöneres“

Werder-Bremen - BREMEN (phi) · Da war es doch wieder, dieses wunderbare Gefühl der Genugtuung. Das wohl schönste Gefühl für einen Werder-Spieler, das er stets empfindet, wenn er an Siege über die Bayern zurückdenkt.

Elf Jahre ist es inzwischen her, doch für Torsten Frings sind die Erinnerungen an das Pokalfinale gegen den Münchner Erzrivalen immer noch ganz präsent. Und in diesen Tagen wieder mehr denn je. „Ich finde sogar, dass man das damals und heute miteinander vergleichen kann“, sagt Kapitän Frings vor dem zehnten Pokalfinale seiner Bremer heute Abend.

Damals, 1999, da war Frings gerade 22 Jahre alt und durfte zum ersten Mal mit nach Berlin. Eine aufregende Sache. Doch Werder hatte eine eklatant schwache Saison gespielt, den Abstieg mit viel Glück noch so eben verhindert. Sie fuhren als krasser Außenseiter zum Duell mit den übermächtigen Bayern. Was lässt sich da also vergleichen, wo die Schaaf-Elf in dieser Saison zumindest Dritter geworden ist? „Alle reden nur von Bayern, uns hat irgendwie keiner auf dem Plan. Das war 1999 genauso“, erinnert sich Frings: „Damals war es eigentlich nur eine Frage, wie hoch wir verlieren würden.“

▪ Rost trifft

▪ und hält

Doch es sollte einer dieser denkwürdigen Pokalabende werden, der Thomas Schaaf immer noch Schauer über den Rücken laufen lässt, wenn er an den besagten 12. Juni zurückdenkt. Frings geht es nicht anders.

Auch nach der Verlängerung war es beim 1:1 geblieben, das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Heute wäre Frings ein todsicherer Kandidat gewesen, doch als Frischling blieb ihm nichts als das bange Zittern mit den Schützen. Und schon als zweiter Bremer scheiterte Jens Todt an Oliver Kahn – die Vorentscheidung? Noch nicht, denn Stefan Effenberg jagte seinen Ball in den Berliner Nachthimmel. 5:5 – es ging weiter. Keeper Frank Rost marschierte nun selbst zum Punkt, und er düpierte Kahn. Mehr Anspannung ging nicht. Schon gar nicht für Lothar Matthäus. Rost hielt, die Bremer stürzten in kollektiven Freudentaumel. „Wir haben für die faustdicke Überraschung gesorgt“, sagt Frings nicht ohne Stolz, „es gibt nichts Schöneres als einen Pokalsieg gegen die Bayern. Zwar auch nichts Schwereres. Aber eben auch nichts Schöneres.“ Und Frings hätte nichts dagegen, dieses spezielle Glücksgefühl heute aufzufrischen.

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