Bei seinem ersten Mal entfacht Dutt gleich Pokal-Euphorie / Vorfreude und Bestnoten

„Es gibt da ja so einen Intervall“

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Es ist in seiner ersten Pflichtspiel-Pressekonferenz nicht zu übersehen: Robin Dutt freut sich auf die Saison.

Bremen - Werder galt mal als die Pokalmannschaft schlechthin. Doch nach zwei peinlichen Auftaktpleiten ist der gute Ruf verloren gegangen.

„Falsch“, sagt Robin Dutt: „Das kann man objektiv erst nach dieser Saison bewerten.“ Und dann lässt der neue Werder-Coach auf seiner ersten Pressekonferenz vor einem Pflichtspiel die Herzen der Fans höher schlagen: „Es gibt da ja so einen Intervall. Und danach müsste in dieser Saison etwas passieren.“ Der Pokalsieg natürlich, denn Werder war seit 1994 alle fünf Jahre dran.

Aber Dutt tritt sicherheitshalber sofort auf die Bremse: „Wir haben es erst einmal schwer genug in die nächste Runde zu kommen.“ Schließlich wartet morgen in Saarbrücken (14.30 Uhr/Sky live) wie schon in den Vorjahren ein Drittligist auf die Bremer. Einer, der allerdings nach zwei Niederlagen zum Ligaauftakt ziemlich am Boden ist. Doch gerade deshalb warnt Dutt vor dem 1. FC Saarbrücken und dessen Coach: „Jürgen Luginger wird alles versuchen, um mit einer Sensation das Selbstvertrauen zurückzuholen.“

Ohnehin seien die Drittligisten psychologisch klar im Vorteil. Verteidiger würden in solchen Spielern bejubelt, wenn sie den Ball gegen den großen Favoriten auf die Tribüne jagen. Bei einem normalen Ligaspiel würden sie dafür ausgepfiffen. Also könnten sie völlig befreit aufspielen und sich vom Publikum zu Höchstleistungen tragen lassen.

Der Faktor Hochmut ist für Dutt dagegen unbedeutend – zumindest spricht er sein Team davon frei: „Nach allem was ich gesehen habe, kann ich mir nicht im entferntesten vorstellen, dass die Jungs nicht Vollgas geben werden.“

Für die Einstellung verteilt Dutt Bestnoten, mit dem aktuellen Niveau auf dem Platz ist er nach fünfwöchiger Vorbereitung zufrieden: „In den letzten acht Tagen haben wir die Frequenz der kleinen Schritte erhöht. Die Mannschaft ist mehr als konkurrenzfähig in der Liga.“

Doch das wollen die Beteiligten nun auch endlich zeigen. „Die Vorfreude ist groß“, sagt der Coach: „Es ist genug Schweiß in der Vorbereitung geflossen.“ Jetzt zählen die Ergebnisse. Und Werder braucht den Pokal – nicht nur für den guten Ruf, sondern auch für die Clubkasse. Da wäre ein Durchmarsch bis zum Finale nach Berlin ein Geldsegen. Aber auch etwas „Außergewöhnliches in unserem ersten Jahr als Trainerteam bei Werder. Davon wagen wir noch gar nicht zu träumen“, betont Dutt. Der Nachfolger von Thomas Schaaf hat für seine persönliche Erfolgsgeschichte erst einmal einen kürzeren Intervall gewählt: „Die ersten vier Wochen einer Saison geben den Ton bis Weihnachten an.“ kni

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