Gesucht wird der Garcia-Vertreter

Skripnik bittet zum Casting

J. Sternberg
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J. Sternberg

Bremen - Am Nachmittag begann dann auch für Janek Sternberg die Show. „VSDLV“ – Viktor sucht den Linksverteidiger heißt sie und läuft bis morgen Nachmittag.

Dann muss Werder-Coach Viktor Skripnik den Vertreter des gegen den SC Paderborn gelbgesperrten Santiago Garcia gefunden haben. Er habe einige Varianten im Auge, sagte Skripnik, schloss eine Möglichkeit aber direkt aus. „Mein Comeback wird es definitiv nicht geben“, sagte der 45-Jährige lachend. Mit ihm als Linksverteidiger hatte Werder 2004 das Double geholt.

Nun sucht Skripnik nach einem geeigneten Kandidaten für das eine Spiel. Sternberg, der 22-Jährige aus dem U23-Team, durfte sich gestern Nachmittag zeigen und wird auch weiter mit den Profis trainieren, bis Skripnik seine Wahl getroffen hat: „Wir wollen jeden Kandidaten für diesen Posten sehen, alle miteinander vergleichen.“

Sternberg durfte bereits während der zurückliegenden Länderspielpause im Bundesliga-Kader mittrainieren. Nun hat er es beim großen Linksverteidiger-Casting in den Recall geschafft. „Er ist eine Alternative“, meint Viktor Skripnik, „aber er ist nicht der Mann, der sofort Stammspieler wird“.

Top-Anwärter auf die Garcia-Vertretung ist trotz eines nicht zu leugnenden Formtiefs ohnehin Luca Caldirola. Der Italiener spielte den Part in der vergangenen Saison bereits mehrfach. Beurteilung: zufriedenstellend. Skripnik denkt aber auch an eine Lösung mit Theodor Gebre Selassie. Dessen Aufgabe auf der rechten Abwehrseite müsste dann allerdings Nachwuchshoffnung Luca Zander übernehmen. Doch der 19-jährige Weyher hat nach einer monatelangen Pause wegen einer Knieverletzung erst zwei Partien im Regionalliga-Team bestritten, kann folglich kaum Spielpraxis nachweisen und noch weniger Bundesliga-Erfahrung (null Einsätze). Die Möglichkeit spukt dennoch in Skripniks Kopf herum: „Wir gucken von Tag zu Tag, wer sich im Training wie zeigt.“

Parallel läuft übrigens eine weitere Show. Ihr Name: „ESDLVDZ“ – Eichin sucht den Linksverteidiger der Zukunft. Weil Santiago Garcia im Kader keine echte Vertretung und damit auch keine echte Konkurrenz hat, sieht Geschäftsführer Thomas Eichin „Bedarf, einen zu holen, der ,Santi‘ Beine macht“. Das sagte er der „Bild“-Zeitung. Möglicherweise soll schon im Winter ein gelernter Linksverteidiger verpflichtet werden.

csa

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