Gestern Rückkehr ins Training, volle Kraft voraus aber erst im Zillertal

Wolf tastet sich wieder ran

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Mit Verspätung startete Torhüter Raphael Wolf gestern die Saisonvorbereitung.

Bremen - Das Training beendete er etwas früher als der Rest des Teams. Raphael Wolf schulterte das Ballnetz, trottete allein Richtung Kabine. Und sah glücklich aus. Die erste richtige Übungseinheit seit seiner Hüft-OP war ordentlich verlaufen. „Körperlich fühle ich mich top“, sagte Wolf, aber „koordinativ“ habe er noch Nachholbedarf: „Ich muss erst wieder das Gefühl für die Bewegungsabläufe eines Torwarts bekommen.“

Das hört sich an, als habe er jahrelang keinen Ball mehr angefasst. Doch Wolfs Pause war deutlich kürzer. Sein letztes Spiel bestritt er am 28. Spieltag (2:3 beim VfB Stuttgart), danach schaute er nur noch zu. Am 8. Juni folgte schließlich der Eingriff an der Hüfte. Freie Gelenkkörper mussten entfernt werden. Die Nachwirkungen verhinderten, dass der 27-Jährige pünktlich am 1. Juli in die Saisonvorbereitung startete. Jetzt geht es also mit Verspätung los. Und mit voller Kraft?

Noch nicht ganz, sagt der gebürtige Münchner: „Ich muss mich noch ein bisschen rantasten.“ Ausloten, was passiert, „wenn ich hundertmal auf die Hüfte gefallen bin“ oder wenn ein harter Check von der Seite kommt. „Drei, vier Tage“, meint der Keeper, wird es dauern, bis alle Fragezeichen verschwunden sind. „Der Plan ist, im Zillertal voll dabei zu sein“, sagt der Keeper.

Der Plan muss auch aufgehen. Ansonsten wird es für Raphael Wolf unmöglich, im Duell mit Felix Wiedwald um die Nummer eins zu punkten. Im Zillertal, dem am Samstag beginnenden zweiten Werder-Trainingslager, will Trainer Viktor Skripnik die beiden Torhüter beobachten, analysieren, vergleichen. Um dann kurz vor dem DFB-Pokalspiel bei den Würzburger Kickers (8. August) zu entscheiden, wer als Stammtorhüter in die Saison geht.

Dass Wiedwald als Neuzugang – und mit einer Leistung wie der gegen Hansa Rostock – Vorteile hat, liegt auf der Hand. Raphael Wolf spricht nicht über das Duell und auch nicht über seine Aussichten, nach der Ablösung in der vergangenen Saison wieder ins Werder-Tor zurückzukehren.

csa

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