Allofs: „Wir haben keine Lösung gefunden“

Gespräche geplatzt: Özil will nicht verlängern

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Geht Mesut Özil noch in dieser Transferperiode?

Von Arne Flügge - BORNREIHE. Die Anzeichen verstärken sich, dass Mesut Özil Werder Bremen noch in dieser Transferperiode verlassen wird.

Zum einen berichten spanische Medien, dass Real Madrid eine „Operación Özil“ gestartet habe – viel bedeutender aber ist: Die Gespräche zwischen Werder Bremen und dem Nationalspieler über eine vorzeitige Vertragsverlängerung sind bei letzten Verhandlungen während der WM endgültig geplatzt. Das bestätigte gestern Werder-Sportchef Klaus Allofs am Rande des Bremer Testspiels in Bornreihe.

„Wir hatten gehofft, in den ersten WM-Tagen zueinander zu finden. Wir haben aber bei unseren Gesprächen keine Lösung gefunden. Wir waren zwischendurch auf einem guten Weg, die noch fehlende Lücke mit Leben, sprich mit Zahlen, zu füllen. Wir hatten unsere Vorstellungen, aber der Weg war nicht zuende zu bringen“, bedauerte der Werder-Boss.

Allofs beteuert, trotz der gescheiterten Gespräche mit Özil „keinen Groll“ gegen den Spieler zu hegen: „Das ist kein Drama. Das ist einfach so.“

Mesut Özil in Bremen

Mesut Özil in Bremen

Özils Vertrag läuft noch ein Jahr bis zum 30. Juni 2011. Danach kann er ablösefrei gehen. Ob der 21-jährige Mittelfeldstar tatsächlich noch diese eine Saison bleibt, wird in Anbetracht der neuen Entwicklung allerdings immer unwahrscheinlicher. Bereits vor zwei Tagen hatte Allofs erklärt, er könne sich vorstellen, „dass in den nächsten Wochen oder kurz vor Ende der Transferfrist der ein oder andere Verein versuchen wird, konkret zu werden“.

Der spanische Rekordmeister Real Madrid soll die Verpflichtung des hochveranlagten Mittelfeldspielers bereits in die Wege geleitet haben. Das berichtete gestern die spanische Sportzeitung „As“.

Vergangene Woche seien drei (!) Berater Özils mit Real-Generaldirektor Jorge Valdano, Sportdirektor Miguel Pardeza und Marketingchef José Angel Sánchez zusammengekommen.

Die Entscheidung in der „Operación Özil“ hänge aber von Trainer José Mourinho ab, hieß es weiter. Dieser wolle den 21-Jährigen zunächst persönlich kennenlernen. „Ich habe davon gehört, dass diese Zeitung das berichtet hat, doch uns liegt keine Anfrage vor“, erklärte Allofs dazu. Im Falle eines konkreten Angebots für Özil, versicherte der Sportchef, wolle Werder erst mit dem Spieler und seinem Berater sprechen: „Wir werden nichts über ihre Köpfe hinweg entscheiden.“

Wie die Bremer bei einem adäquaten Angebot verfahren werden, darüber kann nur spekuliert werden. Der Marktwert des Nationalspielers wird derzeit auf 27 Millionen Euro taxiert. Viel Geld, mit dem der sportliche Verlust sicher zu kompensieren wäre.

Möglich scheint aber weiterhin auch die Lösung, dass der bietende Club Özil für eine niedrigere Ablösesumme verpflichtet, ihn aber gleich wieder für ein Jahr an Werder ausleiht. Damit wäre beiden Vereinen geholfen. Der eine hätte sich die Transferrechte gesichert und Özil im Jahr darauf fest, Werder könnte noch eine Saison mit seiner Nummer elf spielen.

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