Gerne wieder ein Spektakel

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Werder gegen Hoffenheim war in der vergangenen Saison ein Riesenspektakel für die Fans.

Bremen - Von Arne Flügge. Es war ein Riesenspektakel, ein Spiel der Superlative, eine Partie, die die Fans von den Sitzen riss und die beide Trainer von einer Gefühlslage in die andere stürzte. Der 5:4-Erfolg von Werder Bremen am 27. September 2008 über 1899 Hoffenheim ist in die Geschichte der Liga eingegangen.

Heute (15.30 Uhr) kreuzen den beiden offensivstarken Mannschaften im Weserstadion erneut die Klingen. Wiederholung von 2008 erwünscht.

„Warum nicht?“, grinst Werder-Trainer Thomas Schaaf, „ich hätte nichts dagegen, wenn wir wieder fünf Tore schießen würden.“ Allerdings kann der 48-jährige – vor allem seinen Nerven zuliebe – gern darauf verzichten, wieder vier Gegentore zu kassieren und einen 4:1-Vorsprung noch aus der Hand zu geben. „Wir haben damals eine klare Führung leichtfertig verspielt, weil wir in der Defensive zu nachlässig waren“, erinnert sich Schaaf. Rechtsverteidiger Clemens Fritz wird da noch deutlicher: „Wir waren hinten einfach zu schlecht.“ Die Quittung wurde Werder damals brutal präsentiert: Hoffenheim glich zum 4:4 aus, ehe Mesut Özil kurz vor Schluss mit seinem zweiten Tor des Tages noch der Siegtreffer gelang. Und das in Unterzahl, nachdem Abwehrspieler Per Mertesacker in der 62. Minute die Rote Karte gesehen hatte.

Auf eine solche Dramatik kann Thomas Schaaf heute gern verzichten. „Mir würde es schon reichen, wenn wir einfach ein Tor mehr schießen als der Gegner“, meint der Werder-Trainer.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Im Verfolgerduell der Bundesliga geht es für beide Mannschaften darum, den Anschluss an die Spitze zu halten. Eine spannungsgeladene Partie ist somit programmiert. Werder geht mit der Empfehlung von zwölf Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage in das Spiel. Hoffenheim verlor zuletzt zwar 1:2 in Mainz, hatte davor aber fünf Siege in Serie gefeiert und hat in den letzten vier Spielen 13 Tore erzielt. „Hoffenheim spielt einen attraktiven Fußball, vor allem schnell in die Spitzen. Das dürfen wir nicht zulassen“, will Schaaf die Offensivqualitäten der Gäste schon im Keim ersticken.

Der Coach vertraut dabei auf seine derzeit starke Defensive. Erst sechs Gegentore musste Werder in dieser Saison hinnehmen, die letzten vier Ligabegegnungen spielten die Bremer gar zu Null. „Wir stehen hinten richtig gut“, freut sich Tim Wiese. Der Bremer Torwart hat auch seinen Teil dazu beigetragen: Seit nunmehr 529 Minuten ist Wiese in der Liga ohne Gegentor. „Eine schöne Zahl“, schmunzelt der 28-Jährige, „die würde ich gern noch ausbauen.“

Die Hoffenheimer allerdings wollen Wiese einen Strich durch die Rechnung machen. „Ich glaube fest daran, dass wir ein Tor schießen. Wir haben in der Offensive große Qualitäten. Wir können Wieses Serie brechen“, ließ Sejad Salihovic via „Bild“-Zeitung verlauten. Der Mann für die ruhenden Bälle hatte Wiese beim 5:4 vor einem Jahr einen Freistoß ins Netz gesetzt und wird auch heute wieder für die Standardsituationen verantwortlich sein.

Bremens Trainer Schaaf geht es indes weniger um Statistiken oder Serien. Der 48-Jährige will vielmehr, dass sein Team den erfolgreich eingeschlagenen Weg mit der guten Defensivarbeit und dem gefährlichen Angriff weiter fortsetzt. „Es sind viele Dinge, die derzeit bei uns zusammenpassen“, freut sich Schaaf über die Leistungen seiner Mannschaft. Das Team spiele seine Qualitäten aus, jeder sei gut in Form, vom Torwart bis zum Stürmer arbeite jeder gut mit. „Wir stellen den Gegner rechtzeitig und lassen so weniger zu. Es harmoniert sehr gut“, lobt Schaaf das Zusammenspiel.

Gegen die starke Hoffenheimer Offensive steht die zuletzt so hochgelobte Bremer Abwehr heute vor einem echten Prüfstein, „und ich hoffe, dass unsere gute Defensivarbeit nicht nur eine Momentaufnahme ist“, meint Schaaf. Dessen ist sich Wiese sicher: „Wir werden wieder super stehen.“

Schließlich feiert es sich mit einem Sieg im Rücken viel besser als mit einer Niederlage. Heute Abend besuchen die Werder-Profis den Bremer Freimarkt. „Früher“, erinnert sich Coach Schaaf an seine eigene Zeit als Profi, „war die Maßgabe, während des Freimarktes kein Spiel zu verlieren. Ich habe nichts dagegen, wenn sich die Spieler auch heute daran halten . . .“

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