Dutt: „Deswegen hebt jetzt keiner ab“

Gelungene Generalprobe

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Der Mann des Nachmittags: Nils Petersen schoss Werder gestern gegen Fulham zum Sieg. ·

Bremen - Am Ende sprach der Matchwinner für die gesamte Mannschaft. „Es tut richtig gut, dass wir einen positiven Abschluss dieses Tages geschafft haben“, sagte Nils Petersen. Der Stürmer hatte Werder Bremen gestern Nachmittag mit seinem Tor den 1:0 (0:0)- Sieg gegen den englischen Erstligisten FC Fulham beschert.

Die 20 021 Zuschauer im Weserstadion, von denen die meisten direkt vom „Tag der Fans“ herübergewandert waren, jubelten – und dürfen nach dem Erfolg beim ultimativen Härtetest der Vorbereitung von einem guten Saisonstart träumen.

Die Bremer klangen nach dem zweiten Zu-Null-Sieg hintereinander (zuvor 6:0 in Erfurt) recht zufrieden: „Wir sind auf einem guten Weg und haben den Fans einen schönen Tag beschert. Das war für beide Seiten gut“, urteilte Keeper Sebastian Mielitz. „Es geht Stück für Stück bergauf“, meinte Mittelfeldmann Aaron Hunt.

Werder-Trainer Robin Dutt, der die Partie gegen den Tabellen-Zwölften der vergangenen Premier-League-Saison zur Generalprobe für den Bundesliga-Start in Braunschweig (10. August) ausgerufen hatte, sprach von einem „kleinen, aber wichtigen Schritt. Mehr war es nicht.“ Der Coach, der 70 Minuten lang seine stärkte Elf spielen ließ, trat aus mehreren Gründen auf die Euphoriebremse: Zum einen war der Gegner zwar namhaft, ist aber längst noch nicht auf Top-Niveau. „Für Werder war es heute ein richtiger Härtetest, wir fahren jetzt erst ins Trainingslager nach Österreich“, sagte Fulhams Rechtsverteidiger Sascha Riether (früher Freiburg und Wolfsburg). Die Punktspielsaison in England startet eine Woche später als in Deutschland. „Diese Woche kann entscheidend sein. Wir waren auch zwischendurch müde“, erinnerte Dutt an die vier Testspiel-Pleiten.

Zum anderen war gegen Fulham auch deutlich zu erkennen, wo der Schuh noch drückt – zum Beispiel bei der Chancenverwertung. Sebastian Prödl (9.) und Eljero Elia (15./57.) vergaben riesige Möglichkeiten, hinzu kamen einige weitere Gelegenheiten der Kategorie „Kann man machen“: „Wenn man so viele Chancen kreiert, muss man zwei, drei Tore mehr erzielen“, sagte Sportchef Thomas Eichin, der ansonsten „rundum zufrieden“ mit dem Auftritt seiner Mannschaft war: „Wir hatten sehr, sehr gute Offensivaktionen.“ Eine davon führte auch zum Tor des Tages: Nach einem zu kurzen Rückpass ging Petersen energisch auf Fulham-Keeper Maarten Stekelenburg drauf, gewann den Pressschlag mit dem niederländischen Nationaltorwart und vollstreckte mit links – 1:0 (54.). Sehr zur Freude von Dutt, der genau solche Pressingsituationen zuletzt häufig trainieren ließ: „Das haben wir heute gut umgesetzt.“

Werder gewinnt Testspiel

Bremen gewinnt Test gegen den FC Fulham

Positiv zudem: Die Defensive, die in der Vorbereitung einige Wackler offenbart hatte, stand diesmal insgesamt sicher. Die Gäste aus London hatten nur eine richtig gute Chance, doch Mielitz hielt stark gegen Buomesca Tue Na Bangna (62.). Ein Aufbäumen war bei Fulham gar nicht zu erkennen, so dass Werder auch nach der Wechsel-Orgie (70.) keine Mühe hatte, das 1:0 nach Hause zu bringen.

Sorgen, dass sich nach dem Sieg gegen einen Premier-League-Club und eine Woche vor dem Pokalspiel in Saabrücken nun eine gewisse Zufriedenheit einschleichen könnte, macht sich Dutt überhaupt nicht: „Es hebt keiner ab, wenn wir mal ein Testspiel mit 1:0 gewinnen. Die Mannschaft hat einen Super-Charakter, lässt sich nicht durcheinanderbringen.“

Werder: Mielitz - Fritz (70. Ignjovski), Prödl (70. Lukimya), Caldirola (70. Pavlovic), Gebre Selassie (70. Hartherz), Ekici (70. A. Stevanovic), Makiadi (70. Kroos), Junuzovic (70. Aycicek) - Petersen (70. Arnautovic), Hunt (70. Füllkrug), Elia (70. Yildirim). · mr

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