Wer Geld hat, der wird umgarnt

Klaus Allofs schmeckt das natürlich nicht: Alle Welt weiß, dass Werder nach dem Özil-Deal gut bei Kasse ist.

Bremen (kni) - Mesut Özil war gerade erst weg, da wurde quasi schon sein vermeintlicher Nachfolger verkündet: Laut der französischen Sportzeitung „L'Equipe“ werde nun Werder Bremen Hatem Ben Arfa (23 Jahre) von Olympique Marseille verpflichten – für eine Ablösesumme von acht Millionen Euro und mit einem Jahresgehalt von 4,5 Millionen Euro.

Doch dem widersprach Werder-Boss Klaus Allofs gestern. Es bleibe dabei, was er bereits am Dienstag gesagt habe: Werder plane nicht, einen direkten Özil-Ersatz zu holen. Der Club setze – zumindest für die Hinrunde – ganz klar auf das vorhandene Personal und dabei speziell auf Aaron Hunt und Marko Marin.

So hatte Allofs auch eine Rückholaktion von Diego bereits ausgeschlossen. Der Brasilianer steht bei Juventus Turin auf der Verkaufsliste und wird derzeit vom VfL Wolfsburg umworben. „Diego hat uns damals auch verlassen, um mehr zu verdienen. Solche Gehälter können wir nicht zahlen“, stellte Allofs klar und fügte noch an: „Wenn man so hört, was da für Zahlen bei Wolfsburg in Sachen Diego im Gespräch sind, dann ist das für uns außerhalb jeglicher realistischer Vorstellungen.“ Gleiches dürfte für Rafael van der Vaart gelten: Der Ex-Hamburger muss Real Madrid nach der Özil-Verpflichtung angeblich verlassen. Als möglicher Abnehmer wird in diversen Gerüchteküchen gerne Werder genannt. Wenn da nur das liebe Geld nicht wäre . . .

Andererseits: Durch den Özil-Verkauf ist Werder nun 15,5 Millionen Euro reicher. Ein Nachschlag von 1,5 Millionen Euro könnte bei einer erfolgreichen Saison der „Königlichen“ sogar noch folgen. Schafft Werder nächste Woche den Einzug in die Champions League, klingelt erneut die Kasse. Laut Allofs wären Werder dann weitere 15 Millionen Euro sicher. Das lässt die Fans natürlich von neuen Stars träumen – unabhängig von Wesley. Der Brasilianer war schon vor dem Özil-Transfer fest an der Werder-Angel. Allerdings klammert sich der FC Santos weiterhin an den Mittelfeldspieler und lässt ihn (noch) nicht ziehen. Offenbar wollen die Brasilianer die vorgesehene Ablösesumme von 7,5 Millionen Euro noch steigern und etwas vom Real-Geld abbekommen.

Damit muss Werder nun leben. Die anderen Clubs wissen natürlich vom Bremer Geldsegen. Die Berater der Spieler auch, und so werden nach Ben Arfa weitere Namen auftauchen, die angeblich auf dem Sprung zu Werder sind. Bei Allofs soll das Telefon kaum noch stillstehen, aber der Werder-Boss mag aktuell nicht wirklich zuhören – sagt er zumindest . . .

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