Nur die Gelbe Karte für Santiago Garcia (Mitte) – damit war Herthas Ronny (l.) offenbar gar nicht zufrieden.

Trickser Di Santo, Hitzkopf Garcia

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Nur die Gelbe Karte für Santiago Garcia (Mitte) – damit war Herthas Ronny (l.) offenbar gar nicht zufrieden.

Clemens Fritz: Der Rechtsverteidiger hatte auf seiner Seite alle Hände voll zu tun. Die Hereingaben zu beiden Berliner Toren kamen aus seinem Zuständigkeitsbereich. Dafür verhinderte er noch vor der Pause das 0:2, als er auf der Linie in einen Schuss von Peter Pekarik sprang. Im zweiten Durchgang ging der Kapitän öfter voran – mit entlastenden Soli und einem feinen Trick samt gefährlichem Pass auf Elia (73.). Note: 3,5

Assani Lukimya: Werders Mann für die wichtigen Tore: In Strafraumstürmer-Manier warf sich der Innenverteidiger beim Freistoß von Zlatko Junuzovic ins Getümmel und traf zum 1:2 mit einer Mischung aus Kopf und Rücken. Auch sonst hatte der Kongolese oft die alleinige Lufthoheit. Bei Bremer Standards und aus dem Spiel heraus regelmäßig als Unruheherd mit vorn. Einsatzfreudig!Note: 2,5

Luca Caldirola: Unauffälliger als sein Nebenmann Lukimya. Beim 0:1 zu spät, ansonsten hinten meist solide. Da musste das Aufbauspiel zurückstecken. Note: 4

Santiago Garcia: Nach nun einem Jahr in der Bundesliga muss der Linksverteidiger sein argentinisches Temperament endlich bändigen: Beim Stoß gegen Hosogai hatte er in der 52. Minute Glück, dass er nicht vom Platz flog und seinem Team damit einen Bärendienst erwies. Danach riss er sich zusammen – gewann mehr Duelle. Robust, aber regelkonform. Musste auch selbst viel einstecken – wie beim rüden Foul von Wagner (77.). Note: 4

Felix Kroos (bis 45.): Der defensive Mittelfeldmann wurde ein paarmal von Herthas Angriffen überrannt – war aber auch nicht so schlecht, dass er deswegen zur Halbzeit in der Kabine bleiben musste. Note: 4

Zlatko Junuzovic: Mäßige erste Halbzeit des Österreichers – viel unterwegs, aber mit drei merkwürdigen Fehlpässen ohne Bedrängnis. Nach der Pause fühlte er sich in der Mittelfeld-Zentrale vor der Abwehr wohler: Ballgewinne, Tacklings, kluge Pässe – und die Freistoß-Vorlage zum Anschlusstor. Note: 3,5

Cedrick Makiadi (bis 90.): Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter: Bis zur Pause links offensiv eingesetzt, hatte der 30-Jährige mehrfach das Nachsehen. Danach als Abräumer in der Doppel-Sechs souveräner. Note: 3,5

Izet Hajrovic (bis 84.): Auffälligster Bremer Mittelfeldspieler im ersten Durchgang, nach der Umstellung auf die neue Taktik wechselte er von der Zentrale nach außen. Dort ging dem Bosnier am Ende ein wenig die Puste aus. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent“, urteilte er hinterher selbst. Note: 3

Eljero Elia: Der Niederländer fiel vor dem Wechsel meist nur durch resignierende Gesten auf. Nach der Pause deutlich spritziger und engagierter, feine Vorarbeit zum 2:2. Note: 3,5

Franco Di Santo: Ganz stark, wie der Argentinier bei seinem Tor zum 2:2 nachsetzte! Vor dieser Szene in Minute 55 traf der Stürmer einige falsche Entscheidungen, lief vor allem in der Anfangsphase oft ins Abseits. Dafür fleißig: Di Santo half oft hinten aus und wurde nach seinem Tor sicherer. Note: 2,5

Davie Selke (ab 46.): Der U19-Europameister kam zur Pause für Kroos – und rechtfertigte das Vertrauen sofort: In Minute 48 erarbeitete er Werders erste echte Chance aus dem Spiel (Fußabwehr von Herthas Torwart Kraft/48.), später leitete er mit Pass auf Vorbereiter Elia das 2:2 ein – und schockte kurz vor Schluss das Heim-Publikum mit seiner Riesen-Gelegenheit. Ein lästiger Gegner für Herthas Hintermannschaft. Note: 3

Marnon Busch (ab 85.): Nach seinem DFB-Pokal-Einsatz in der Vorwoche nun das Erstliga-Debüt für den 19-Jährigen. Der Defensivmann gab der Abwehr zusätzliche Stabilität, ließ sich nicht abschütteln. Note: -

Alejandro Galves (ab 90.+1): Erster Bundesliga-Einsatz des Neuzugangs – ein schwacher Trost für den Spanier.Note: -

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