Sokratis will international spielen, Sebastian Prödl endlich einen Stammplatz

Es geht um die Perspektiven

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Freudenausbruch im grünen Trikot, aber ob Sokratis bei Werder belieben wird, ist nicht sicher.

Belek · Als Paar hinterließen sie einen stabilen Eindruck, jeder für sich ist bei Werder Bremen jedoch ein Wackelkandidat. Sokratis und Sebastian Prödl hielten am Montag bei der 1:2-Testspielniederlage gegen den RSC Anderlecht den Laden sauber, solange sie gemeinsam in der Innenverteidigung standen.

Es kam eine Phantasie auf, dass der Grieche und der Österreicher als Duo ein tragfähiges Modell für die Zukunft sein könnten – sofern sie denn eine Zukunft bei Werder haben. Das ist nach Lage der Dinge nicht sicher, weil nicht per Vertrag fixiert. Der eine wird von anderen Clubs umworben, der andere ist nur mit viel Geld zu halten. So ist die Situation bei…

Sokratis

3,5 Millionen Euro – das ist die Summe, die Werder nach Saisonende an den FC Genua zahlen müsste, wenn der aktuell nur ausgeliehene Grieche auf Dauer bleiben soll. Ist das viel, ist das wenig? Über diese Frage entscheidet der sportliche Erfolg. Verpasst Werder erneut das internationale Geschäft, fehlt Geld in der Kasse. Schaffen die Bremer die Rückkehr nach Europa, steht einem Verbleib des 23-Jährigen kaum etwas im Wege. Sokratis unterstreicht: „Ich bin glücklich bei Werder.“ Und Werder ist glücklich mit Sokratis.

Klaglos und in akzeptabler Qualität hat er in der Hinrunde die Rolle des Rechtsverteidigers ausgefüllt. Dabei habe er „mein Leben lang Innenverteidiger gespielt“, sagt Sokratis. Aber gut, wenn der „Mister“ – gemeint ist im besten Fußballer-Italienisch Trainer Thomas Schaaf – das so will, dann macht er es eben. Auch in der Rückrunde. „Der Trainer bestimmt“, meint Sokratis und sieht in dem aufgezwungenen Rollentausch kein Problem.

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Viel wichtiger ist ihm, wohin der Weg der Mannschaft führt. „Wir müssen es nach Europa schaffen“, fordert er. Und bevor in der Rückrunde die Weichen nicht in diese Richtung gestellt sind, will der ehemalige Italien-Legionär keine Entscheidung über die eigene Zukunft fällen. Sein Zeitplan sieht vor: „Die ersten fünf Spiele der Rückrunde sind wichtig. Dann wissen wir schon mehr. In zwei oder drei Monaten können wir sprechen.“

Sebastian Prödl

Lazio Rom liegt schon in Lauerstellung, der AC Florenz soll ebenfalls interessiert sein, zwei namentlich nicht bekannte Bundesligisten auch – Prödl ist begehrt. Aber nicht nur anderswo, sondern auch bei Werder. „Wir würden gerne mit ihm weiterarbeiten“, betont Geschäftsführer Klaus Allofs: „Wir sind mit Basti weitgehend zufrieden.“

Aber Basti nicht immer mit Bremen. Nach Niederlagen habe er sich oft als „Sündenbock“ gefühlt, hatte der 24-Jährige gesagt und damit eine mangelnde Wertschätzung seiner Person beklagt. Doch das sei Unsinn, erwidert Allofs: „Er ist bei uns kein Sündenbock. Aber er hat seine Fähigkeiten auch noch nicht voll ausgespielt.“

Was in der Vergangenheit auch schwer möglich war. Entweder standen ihm Naldo und Per Mertesacker im Weg oder Naldo und Andreas Wolf. Und in der Rückrunde könnten es Naldo und Sokratis sein. Nach dreieinhalb Jahren, in denen er hauptsächlich der Ersatzmann war, wäre das für Prödl vermutlich ein Argument, mehr an Lazio denn an Werder als Arbeitgeber zu denken.

Wenngleich Allofs klarstellt, dass „wir nicht über eine Vertragsverlängerung reden, weil wir Basti als dritten oder vierten Mann sehen“. Werder will mehr von Prödl, will ihn – wie gegen Anderlecht – organisieren und kommandieren sehen. „Das war gut“, lobt Allofs, der gegenüber dem Österreicher und dessen Berater bereits „die Pläne umrissen“ hat, wie sich Werder die weitere Zusammenarbeit vorstellt. Und diese Pläne, glaubt der Sportdirektor, müssten Sebastian Prödl eigentlich gefallen: „Ich denke, dass Werder Bremen auf seiner Prioritätenliste ganz oben steht.“ · csa

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