„Es geht nicht um meine Position“

Wolf fühlt sich immer noch sicher

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Raphael Wolf

Belek - Viktor Skripnik will sich mit dem Thema Felix Wiedwald eigentlich gar nicht befassen. „Ich sehe ihn hier nicht“, sagte er und blickte sich dabei demonstrativ auf dem Bremer Trainingsplatz in Belek um. Kein Wiedwald da. Noch nicht. Und solange das der Fall ist, verkneift sich Skripnik einen Kommentar: „Ich rede nur über Fakten.“

Fakt ist aber, dass Werder Wiedwald holen will. Und Fakt ist auch, dass Skripnik den Keeper bestens kennt, er hat ihn einst in der Bremer U18 trainiert. „Damals hat er bei mir immer gespielt“, erinnert sich der Werder-Coach immerhin. Daraus aber abzuleiten, dass Felix Wiedwald Skripniks Den-muss-ich-haben-Spieler ist, wäre wohl überzogen. „Der Neue muss um seinen Platz kämpfen“, ließ sich Skripnik dann noch entlocken. Aber solange „der Neue“ noch bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag steht, gilt bei Werder Bremen folgende Skripnik-Aussage: „Wir haben eine klare Nummer eins.“

Das ist Raphael Wolf – und der reagierte gestern erstaunlich gelassen auf den Werder-Vorstoß in Sachen Wiedwald. „Ich wurde schon vor ein paar Tagen informiert, dass Werder sich um einen Torhüter bemüht. Mir wurde aber gesagt, dass es dabei nicht um meine Position geht“, meinte er. Das sollte er selbst allerdings besser nicht glauben, sonst könnte es eine böse Überraschung für ihn geben.

Richard Strebinger, seit dieser Saison die feste Nummer zwei hinter Wolf, wurde gestern erst kurz vor dem Abflug nach Belek von Geschäftsführer Thomas Eichin über den Plan mit Wiedwald informiert. Er hörte zu, verzog keine Miene und behauptete später, dass sich für ihn grundsätzlich nichts ändern würde: „Ich verfolge weiter mein Ziel, bei Werder die Nummer eins zu werden.“ Obwohl es offensichtlich ist, sieht er in den Bemühungen um einen weiteren Schlussmann keinen Akt des Misstrauens gegen sich: „Es kann sein, dass andere auf den Gedanken kommen. Ich tue es nicht.“

csa

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