Werder heute gegen Twente Enschede – nur der Gewinner ist gut im Rennen

„Es geht um Europa“

Werder-Trainer Thomas Schaaf würde die Reise durch Europa gerne fortsetzen – ein Sieg heute gegen Twente Enschede würde die Chancen darauf stark erhöhen.

Werder-Bremen - Von Arne Flügge undMalte RehnertBREMEN · Trainer Thomas Schaaf redete gestern Abend bei der Pressekonferenz nicht lange um den heißen Brei herum: „Es geht für uns um Europa! Darum, ob wir auf dieser Reise im nächsten Jahr noch mit dabei sind – oder ob wir diese Chance vergeben.“ Im Klartext: Verliert Werder heute Abend (20.45 Uhr/Sky live) das Champions-League-Heimspiel gegen Twente Enschede, wäre nicht nur der Champions-League-Zug so gut wie weg. Auch die Qualifikation für die Europa League als Gruppendritter würde in weite Ferne rücken.

Und: Werder müsste nach dem Aus im DFB-Pokal am vergangenen Dienstag in München wohl schon den nächsten Wettbewerb abschreiben – es droht eine Horrorwoche!

„Ein gewisser Druck ist vorhanden“, meint Abwehrmann Sebastian Prödl und ergänzt mit Blick auf das 1:1 in Enschede vor zwei Wochen: „Wir haben uns aus den Twente-Spielen vier Punkte zum Ziel gesetzt und haben erst einen. Also ist klar, dass wir gewinnen müssen. Wir werden mehr angreifen und mutiger spielen.“ Angesichts der Ausgangslage – Werder und Twente haben in Gruppe A nach drei Partien jeweils noch nicht gewonnen und nur zwei Punkte – betont auch Innenverteidiger-Kollege Per Mertesacker: „Es für uns die letzte Möglichkeit, mit einem Sieg endlich Fuß zu fassen in der Champions League.“

Abschlusstraining am Montag

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Dafür muss Werder im Vergleich zum 2:3 am Samstag gegen Nürnberg allerdings einiges verbessern. „Wir müssen uns deutlich steigern“, weiß Mertesacker. Es fängt an beim Defensivverhalten, es hört auf bei der Chancenverwertung – beides war gegen den „Club“ in je einer Halbzeit extrem schwach. „Wir haben jetzt zwei Mal hintereinander nach einer frühen Führung die Maschine abgeschaltet. Das darf nicht wieder passieren. Wir müssen das zweite oder dritte Tor nachlegen, um Ruhe reinzubekommen“, fordert Torjäger Claudio Pizarro – von sich selbst, aber auch den Offensivkollegen wie Marko Marin, Hugo Almeida und Marko Arnautovic.

Letztgenannter hatte gegen Bayern und Nürnberg einige Hundertprozentige vergeben. „Es ist frustrierend, wenn man seine Chancen nicht nutzt. Aber ich denke, dass mich im Moment auch das Pech verfolgt“, sagt der Österreicher, der es heute gegen Ex-Club Enschede, wenn er denn spielt, besser machen will: „Wenn mir ein Tor gelingt, geht’s wieder bergauf.“

Das hofft auch Klaus Allofs. Für Arnautovic – und für Werder. Denn: „Wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen Nürnberg, werden wir aus der Champions League ausscheiden. Das ist ganz klar.“ Der 53-Jährige ist jedoch zuversichtlich, dass die Bremer heute die Kurve kriegen und „an die ersten 30 Minuten gegen Nürnberg oder an die zweite Halbzeit aus dem Bayern-Spiel anknüpfen. Und wenn wir so spielen, habe ich keine Angst.“

Kapitän Torsten Frings, der nach der Nürnberg-Pleite laut über „Sorglosigkeit“ geklagt hatte, will heute eine Reaktion sehen: „Wir haben eine neue Situation. Das ist eine gute Möglichkeit, einen Sprung nach vorne zu machen und sich wieder Selbstvertrauen zu holen.“

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