Ein Gegentor, das richtig ärgert

Torsten Frings

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Eigentlich war Werder schon durch und konnte mit der Champions League planen. 3:0 führten die Bremer im Qualifikations-Hinspiel gegen Sampdoria Genua, ehe Stürmer Giampaolo Pazzini in der 90.

Minute per Kopfball für die Italiener traf und den Hanseaten damit die glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag (20.45 Uhr) vermasselte. „Das Tor darf nicht fallen, schon gar nicht in Unterzahl der Italiener. Das hat die Situation natürlich völlig verändert“, brummte Werder-Sportchef Klaus Allofs: „Vorher hätte Genua im Rückspiel 4:0 gewinnen müssen, jetzt würde ihnen ein 2:0 reichen.“ Kapitän Torsten Frings meckerte: „Wir hatten schon abgeschaltet.“

Doch als der erste Ärger verflogen war, konnte Allofs dem Gegentreffer doch noch eine positive Seite abgewinnen. „Bei einem 3:0 hätte sich in den Köpfen der Spieler der Gedanke festsetzen können, dass wir schon weiter sind. So wissen sie aber, dass sie noch einmal eine Topleistung abrufen müssen, damit wir unser Ziel erreichen“, sagte der 53-Jährige.

Nach dem starken Auftritt vom Mittwoch mit den Toren von Clemens Fritz (51.), Torsten Frings (67./Foulelfmeter) und Claudio Pizarro (69.) ist Allofs optimistisch, sich auch am Dienstag in Genua zu behaupten und damit in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen. „Wenn wir am Dienstag erneut so spielen, werden wir uns durchsetzen“, legte sich der Werder-Boss fest.

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