3:2 gegen Cottbus, 3:1 gegen Al-Fujairah

Zwei Spiele, zwei Siege: Werder besteht den Willenstest

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Spiel zwei: Gegen Al-Fujairah gibt es ein Wiedersehen mit Boubacar Sanogo (rechts im Duell mit Luca Caldirola).

Belek - Zwei Siege an einem Tag – so erfolgreich ist Werder Bremen noch nie in ein neues Jahr gestartet. Beim 3:2 über Drittligist Energie Cottbus und 3:1 über den arabischen Club Al-Fujairah musste der Bundesligist allerdings jeweils einem Rückstand hinterherlaufen. „Spiele im Trainingslager“, hatte Geschäftsführer Thomas Eichin zwischen den Partien gesagt, „sind immer auch eine Willensschulung.“ Soll heißen: Auch dann noch zu rennen, wenn die Beine schwer sind und es um nichts geht, ist die Qualität. Werder hat sie in beiden Fällen gezeigt.

Fußballerisch blieben freilich viele Wünsche offen. Speziell in Spiel 1, in das Trainer Viktor Skripnik dann doch ein Team geschickt hatte, das einer A-Elf sehr nahe kam. Wichtigste Personalie dabei: Neuzugang Levin Öztunali spielte in seinem ersten Match für Werder im Mittelfeld mit dem Stammpersonal, wurde sogar direkt auf die Spielmacher-Position gestellt. Was er zeigte, war okay. Über herausragende Szenen des 18-Jährigen kann aber nicht berichtet werden. „Er braucht sicher noch Zeit, um sich im neuen Team richtig zurechtzufinden. Man hat aber gesehen, dass er Ahnung vom Fußball hat“´, urteilte Skripnik. Öztunali selbst bewertete sein Debüt im Werder-Dress zurückhaltend. „Es war ein schönes Gefühl, in diesem Trikot zu spielen. Aber es kann auf dem Platz noch einiges besser werden.“

Ein Satz, der nach vier Trainingstagen allerdings für alle gilt. So stand Werder gegen Energie Cottbus haarscharf am Rande einer Niederlage. Zlatko Junuzovic machte zunächst dort weiter, wo er in der Hinrunde aufgehört hatte, und traf per Freistoß (31.). Energie-Keeper Kevin Müller patzte bei dem eigentlich harmlosen Ball jedoch gewaltig. Werder machte ebenfalls viele, teils haarsträubende, Fehler. Bei den Gegentoren von Uwe Möhrle (50.) und Fabian Pawela (56.) standen Alejandro Galvez, Keeper Richard Strebinger und Oliver Hüsing Pate. Hätte Fanol Perdedaj einen von Santiago Garcia verursachten Strafstoß in und nicht neben das Tor geschossen, wäre es um Werder im ersten Spiel des Jahres wohl geschehen gewesen. Aber so konnten die Bremer ihre Comeback-Künste zeigen. Hüsing (81.) und Philipp Bargfrede (85.) sorgten doch noch für einen Sieg. „Wir sind gut zurückgekommen. Die Mannschaft hat eine tolle Reaktion gezeigt“, meinte Skripnik.

Werder startet mit zwei Siegen ins neue Jahr

Ähnlich in Spiel zwei. Gegen Al-Fujairah zeigte ein mit überwiegend jungen Perspektivspielern bestücktes Team zunächst wenig Zielstrebigkeit. Folge: Die Führung für die Wüstensöhne. Der Ex-Bremer Boubacar Sanogo (seit Sommer 2014 bei Al-Fujairah unter Vertrag) hatte für Hassan Maatouk aufgelegt (32.). Doch je länger die Partie lief, desto größer wurde die Dominanz der von einem quirligen Levent Aycicek angeführten Bremer. Die Tore fielen aber erst spät. Izet Hajrovic traf nach Aycicek-Vorlage mit einem satten Rechtsschuss (72.) und Felix Kroos verwandelte zunächst einen Elfmeter (Foul an Maximilian Eggestein) sicher (80.), nahm dann ein Geschenk des arabischen Torwarts zum 3:1 an (88.). Meinung Skripnik: „Das war eine Riesensteigerung in der zweiten Halbzeit. Wir waren enorm aktiver und beweglicher.“

Fazit des Trainers nach dem ersten Testspiel-Doppelpack für Werder: „Wir haben Fehler gemacht, aber wir haben gekämpft und gewonnen. Ein Kompliment an alle.“

csa

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