Beim Herumtollen mit Schäferhund Santos tappt das Herrchen in die Stolperfalle

Die Gefahr lauert im Garten: Innenbandriss bei Arnautovic

Die Krücken werden Marko Arnautovic nur zwölf Tage lang begleiten, seine Pause fällt aber deutlich länger aus. Eine sechswöchige Auszeit ist dem Stürmer nach seinem ungewöhnlichen Malheur sicher. ·

Bremen - Es gibt Autoantennen, die sich in Spielernasen bohren, widerspenstige Fernbedienungen, fallsüchtige Klimaanlagen – und es gibt Santos, einen zwei Jahre alten deutschen Schäferhund. Dessen Spieltrieb bringt seinem Herrchen Marko Arnautovic einen Platz in der Liste der ungewöhnlichsten Fußballer-Malheure ein.

Und weit schlimmer noch: eine sechswöchige Verletzungspause. Beim Herumtollen im Garten mit Santos zog sich der Werder-Stürmer am Mittwochnachmittag einen Innenband-riss im rechten Knie zu. Die Saison ist für den Österreicher damit fast schon gelaufen.

Deprimiert, mit eingegipstem Bein und auf Krücken gestützt humpelte Arnautovic gestern aus der Kabine, konnte sein Unglück nicht fassen. „Wenn man versuchen würde, so eine Verletzung mit Absicht herbeizuführen, würde man es nie schaffen“, seufzte der 22-Jährige, der möglicherweise am Sonntag gegen Hannover 96 den seit Wochen torlosen Markus Rosenberg verdrängt hätte und in die Bremer Startelf zurückgekehrt wäre. Doch daraus wird nun nichts. Arnautovic: „Das tut richtig weh und ist sehr enttäuschend für mich. Ich war gerade gut drauf.“

Am Dienstagabend hatte er im Testspiel bei Eintracht Lüneburg noch Pluspunkte gesammelt, am Mittwoch dann das Malheur aus der Kategorie „Gibt‘s doch gar nicht“. Er habe mit Santos im Garten gespielt, Bälle apportieren lassen. Dann wollte Arnautovic sich drehen, „aber anscheinend war da ein Loch, der Fuß ist steckengeblieben“. Schon war es passiert. Allerdings dauerte es bis zum nächsten Morgen, ehe der Angreifer (sechs Saisontore) den Ernst der Lage begriff und Teamarzt Dr. Götz Dimanski konsultierte. „Am Anfang hat es geschmerzt, dann hat es wieder aufgehört. Den ganzen Tag war nichts. Aber in der Nacht habe ich große Schmerzen bekommen“, erklärte Arnautovic.

Gestern Vormittag diagnostizierte Dimanski den Innenbandriss, sprach anschließend von „mindestens sechs Wochen“ bis Marko Arnautovic wieder einsatzbereit sein wird. Die aktuellen Bremer Offensivprobleme (zuletzt zwei Spiele ohne Tor) kann er nun nicht mehr beheben. Das frustriert nicht nur den Österreicher selbst, sondern natürlich auch Trainer Thomas Schaaf und Sportdirektor Klaus Allofs: „Ärgerlich, dass noch einer fehlt“, klagte der Coach. „Wieder weniger Möglichkeiten für uns“, murrte Allofs.

Einen Vorwurf für den tierischen Fehltritt machten die Chefs ihrem Angestellten jedoch nicht. Wieso auch, fragt Schaaf: „Die meisten Unfälle passieren nun mal zu Hause, da sind wir als Fußballer nicht ausgenommen. Es gibt eben noch mehr Risiken als nur das Training oder ein Spiel. Wir können auch nicht im Bett bleiben, damit ja nichts passiert.“

Und auf die Idee, beim harmlosen Spiel mit dem Schäferhund eine Gefahr zu wittern, wäre vor Arnautovics Missgeschick wohl auch niemand gekommen. Das Schicksal, ächzte der österreichische Nationalspieler, habe ihm in dem Moment übel mitgespielt: „Jeder, der einen Hund hat, spielt doch auch gerne mit ihm. Was passiert ist, kann passieren. Es war einfach nur Pech.“ Zwölf Tage wird ihn der Gips am rechten Bein an dieses Pech erinnern. Aber auch daran, dass es härter hätte kommen können. Arnautovic: „Das Positive ist, dass es kein Kreuzbandriss ist. So ein Innenbandriss ist unter den Knieverletzungen noch die am wenigsten schlimme Möglichkeit.“ So kann man es auch sehen. · csa

Liste der ungewöhnlichsten Fußballer-Malheure

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