Werder ist 2014 noch torlos

Gefährliche Null-Diät

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Das war nichts: Mittelstürmer Nils Petersen (rechts) vergab gegen Braunschweig (hier Ermin Bicakcic) drei gute Chancen und trug somit dazu bei, dass bei Werder vorne wieder die Null stand. ·

Bremen - Kein Tor in zwei Winter-Testspielen, kein Tor im Heimspiel gegen Bundesliga-Schlusslicht Eintracht Braunschweig: Werder ist in diesem Jahr noch ohne eigenen Treffer. Und diese Null-Diät ist gefährlich, denn: Wer nicht trifft, kann logischerweise auch nicht gewinnen.

Beim mauen 0:0 am Sonntag hatten die Bremer zugegebenermaßen Pech, weil Schiedsrichter Felix Brych (München) das 1:0 von Eljero Elia (59.) wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannte und damit gehörig falsch lag. Dass der Rückrundenauftakt gegen den Aufsteiger daneben ging, lag allerdings auch in großem Maße am eigenen Unvermögen. Werder hatte einige gute Chancen, nutzte aber keine. „Und deswegen sind wir selbst Schuld“, meinte Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic.

Werder fehlt 2014 die letzte Entschlossenheit, der Killerinstinkt. „Ja, es ist im Moment ein bisschen so, dass wir die Vehemenz und die totale Gier vermissen lassen, das Ding irgendwie über die Linie zu drücken“, moniert Sportchef Thomas Eichin: „Gegen Leverkusen hat das noch geklappt.“ Beim Hinrundenabschluss im Dezember hatte Linksverteidiger Santiago Garcia den Ball zum umjubelten 1:0-Siegtreffer gegen Bayer Leverkusen reingeschoben und damit das letzte Bremer Tor erzielt.

Nervös mache Eichin die aktuelle Flaute (noch) nicht, aber: „Es ist sicher nicht unser Ziel, hinten immer zu null zu spielen und vorne selbst kein Tor zu schießen.“ Dass Werder nicht mehr trifft, liegt nach Ansicht des 47-Jährigen nicht an mangelnder Klasse in der Offensive. „Wir haben Qualität, hatten gegen Braunschweig zum Beispiel in Franco Di Santo einen richtig starken Mann auf der Bank.“ Der kam aber selbst dann nicht rein, als Mittelstürmer Nils Petersen seine dritte Großchance versiebt hatte. „Der Trainer hat die Situation eben so bewertet“, sagt Eichin: „Man muss sagen, dass Nils immer für ein Tor gut ist und dazu sehr stark nach hinten arbeitet. Er war drin im Spiel. Und vielleicht war in der Situation das Risiko zu groß, bei den eisigen Temperaturen einen kalten Stürmer zu bringen.“

Vielleicht hat sich Di Santo aber auch einfach nicht genügend aufgedrängt. Im Trainingslager in Jerez etwa war nicht zu erkennen, dass er unbedingt in die Startformation will. Schlecht zudem für den Argentinier: Er hat weniger Positions-Optionen. Am Ende der Hinrunde hatte er noch auf dem linken Flügel gespielt. Inzwischen hat Dutt aber offensichtlich eingesehen, dass der lange Mittelstürmer dort überhaupt nicht hingehört – gegen Braunschweig begann Zlatko Junuzovic auf links.

Dutts Vertrauen in Di Santo scheint derzeit begrenzt zu sein, das gilt aber wohl auch für die anderen Offensivkräfte aus der zweiten Reihe. Özkan Yildirim kam erst nach 82 Minuten rein, Martin Kobylanski saß (wie Di Santo) die komplette Spielzeit draußen. Und Nachwuchsstürmer Davie Selke war gar nicht im Kader. · mr

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