Klarheit aber spätestens in einer Woche

Geduldsspiel um Garcia

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Santiago Garcia will in Bremen bleiben.

Bremen - Als Santiago Garcia nach seinem wichtigen Tor zum 2:1 gegen Hoffenheim mit beiden Händen ein Herz formte und jubelnd gen Publikum reckte, dachte er dabei vor allem an seine Freundin Carla, nicht an die Werder-Fans. Oder vielleicht doch anders herum?

„Ich muss das so sagen“, grinst der Argentinier, „sonst wird meine Freundin sauer“. Weil das sicher niemand will, bleibt es also bei der Liebesrangfolge „Freundin vor Fans“.

Garcias Bindung an Bremen, an den SV Werder und dessen Anhängerschar ist aber auch so groß genug. Jedenfalls sagt der Argentinier, dass er gerne bleiben möchte – doch ob er das auch darf, steht noch nicht fest. Bislang ist er nur bis Saisonende ausgeliehen, und am 30. April läuft die Option aus, mit der Werder-Manager Thomas Eichin den Linksverteidiger fest unter Vertrag nehmen kann. Dafür müsste er eine Ablöse von 1,5 bis zwei Millionen Euro zahlen, die sich Garcias letzter Club US Palermo und der chilenische Verein Rangers de Talca wohl teilen müssten.

Eichin hat längst klar gemacht, dass Garcia bleiben soll, die Ablöse will er aber noch nachverhandeln – sprich: drücken. Dabei pokert er offenbar bis zum Letzten. Nur noch sieben Tage bleiben, doch von Unruhe ist weder bei dem Werder-Sportchef noch bei dem Spieler etwas zu spüren. „Ich bin ganz ruhig. Ich weiß, dass ich meine Sache ganz gut gemacht habe“, sagt Garcia.

Zum Stand der Verhandlungen zwischen den Clubs äußert er sich nicht, vom etwaigen Interesse anderer Vereine weiß er nichts, „und ich will auch nichts davon hören“, meint der 25-Jährige. Immer wieder bekräftigt er, in Bremen bleiben zu wollen. Und die objektiven Fakten unterstreichen, dass Garcia und Carla auf einen längeren Aufenthalt eingestellt sind. Beide lernen fleißig Deutsch, sie treibt die Integration voran, spielt mittlerweile in einem Bremer Hockey-Club. Und mit dem Vermieter der gemeinsamen Wohnung ist ausgemacht, dass der nur bis Ende Mai laufende Vertrag jederzeit verlängert werden kann.

Die Vorbereitungen sind also getroffen. Fehlt nur noch die Vollzugsmeldung durch Thomas Eichin. Doch der lässt Garcia zappeln und sich selbst nicht in die Karten schauen. Seine Aussage zum Thema bringt jedenfalls keinen Aufschluss: „Wenn es so weit ist, gebe ich Bescheid.“ · csa

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