Im Mittelfeld hat der Außenverteidiger eine neue Chance bekommen

Gebre Selassie: Versetzung für den Sitzenbleiber

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„Da bin ich wieder!“ Theodor Gebre Selassie will nach seinem Startelf-Comeback alles daran setzen, bei Werder erste Wahl zu bleiben – ob nun als Rechtsverteidiger oder im rechten Mittelfeld.

Bremen - Wenn Robin Dutt über Theodor Gebre Selassie spricht, nennt er die „Balance“ als große Stärke des 26-Jährigen: „Er bekommt diese Mischung aus Defensiv- und Offensivarbeit sehr gut hin“, lobt der Werder-Trainer den 26-Jährigen, der am Sonntag endlich mal wieder von Beginn an ran durfte.

Sein Startelf-Comeback nach mehr als zwei Monaten steht für die andere, die ungewollte Art von Balance – nämlich die zwischen „Mittendrin“ und „Reservist“. Die will „Theo“ jetzt in Konstanz ummünzen.

Die bisherige Saison des Tschechen ist das Zahlenwerk betreffend ebenfalls total ausbalanciert. Die ersten vier Bundesliga-Partien hatte Gebre Selassie noch über die volle Distanz bestritten – zu gleichen Teilen als Links- und Rechtsverteidiger. Es folgten vier Teilzeiteinsätze in der ebenfalls ausgeglichenen Mischung aus rechter Abwehrseite und rechtem Mittelfeld. „Da bin ich immer noch reingekommen, das war also noch nicht wirklich schlecht“, meint „Theo“.

Doch die zwei anschließenden Spiele gegen Freiburg und Wolfsburg verfolgte er komplett von der Bank aus – „eine schwere Zeit“, wie Gebre Selassie zugibt. Hinzu kam noch seine Gelbsperre in der tschechischen Nationalmannschaft fürs Länderspiel gegen Malta – und das letzte Duell um die WM-Qualifikation gegen Bulgarien saß er wieder 90 Minuten auf der Bank. „Aber man muss Geduld haben, immer nach vorne sehen und positiv denken“, beschreibt Gebre Selassie seine Marschroute auf dem Weg zurück ins Werder-Team: „Ich habe alles gegeben, so gut trainiert, wie ich konnte – und der Trainer hat mir wieder eine Chance gegeben.“

Fotos vom Training am Mittwoch

Training am Mittwoch: Laufprogramm für Di Santo

Sie kam gegen Hannover und trug die Überschrift „Zurück zur Raute“. Dutt installierte Gebre Selassie im Mittelfeld und war hinterher zufrieden. Chance genutzt – und gegen Schalke darf sich der Tscheche wieder Hoffnung machen auf einen Platz in der Startelf. Nach einem Spiel wie gegen Hannover sei sie für ihn „wesentlich größer“ geworden, lobt der Chefcoach. Allerdings gilt das nur für den Fall, dass Dutt weiter auf die Raute als taktische Formation setzt.

Sicher ist das nicht. Aber möglich. Und Theodor Gebre Selassie hätte nichts dagegen, sich dauerhaft von seiner angestammten Position als Rechtsverteidiger zu entfernen. Motto: Lieber versetzt werden, als sitzen zu bleiben. Wohl auch, weil er weiß, dass er Clemens Fritz dort nicht verdrängen kann – trotz der zuletzt schwachen Leistungen des Werder-Kapitäns gegen Wolfsburg und Hannover. Doch Fritz sei „schon lange hier, der Trainer vertraut ihm“, sagt Gebre Selassie und meint es wertfrei: „Ich verstehe das“. ck

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