Neuzugang will mit Werder ganz hoch hinaus / Selbstkritik nach Ronaldos Tor

Gebre Selassie spricht von der Champions League

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Er will mit Werder in die Champions League: Dieses Ziel formulierte Bremens neuer Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie (M.) gestern während der offiziellen Vorstellung mit Werder-Boss Klaus Allofs (l.) und Trainer Thomas Schaaf (r.).

Bremen - Von Cord Krüger. Ganz schön forsch! Kaum hatte Werders neuer Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie gestern das Blitzlichtgewitter im Weserstadion hinter sich, überraschte er mit seinem extrem ehrgeizigen Saisonziel:

„Ohne Frage ist die Champions League etwas, um das es zu spielen gilt“, unterstrich der tschechische Nationalspieler gleich an seinem ersten Tag.

Ansonsten präsentierte sich der 25-Jährige während der offiziellen Vorstellung artig, wirkte sogar schüchtern. Der Mann von Slovan Liberec verriet den Journalisten, wie sehr er sich freue, nun „in eurer Stadt“ zu sein und entschuldigte sich, „hier außer dem Arzt noch nichts weiter kennengelernt“ zu haben – aus Zeitmangel.

Werder stellt seinen Neuzugang vor

Werder stellt seinen Neuzugang Gebre Selassie vor

Die Bremer hingegen hatten „Theo“, wie sie ihn bereits nennen, schon länger im Auge – nicht erst seit seiner starken EM, betonte Sportchef Klaus Allofs: „Natürlich kann es manchmal sein, dass jemand durch gute Leistungen in solch einem Turnier überrascht. Bei uns war das aber nicht so: Wir haben ihn schon in der abgelaufenen Saison häufiger beobachten lassen und dies während der EM fortgesetzt.“ Zu diesem Zeitpunkt waren die „Gespräche und Planungen schon sehr weit fortgeschritten“ – der entscheidende Vorsprung gegenüber den anderen Vereinen, die den dreifachen tschechischen Meister ebenfalls auf dem Zettel hatten.

Doch diese Clubs hätten sich ohnehin wenig Hofnungen machen dürfen, verriet Gebre Selassie: „Werder war für uns die allererste Wahl. Als das Angebot kam, waren wir schon zufrieden und mussten uns gar nicht weiter umsehen.“ Nun will er sich in der Bundesliga, „einer der besten Ligen der Welt“, durchsetzen („eine sehr große Herausforderung“) und in der Tabelle oben mitspielen: „Ich glaube, dass wir als Mannschaft qualitativ guten Fußball zeigen werden.“

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Sein Trainer Thomas Schaaf ist sich jetzt schon sicher, dass „Theo eine Bereicherung für uns ist“ – und verweist auf die EM: „Er hat sehr auf sich aufmerksam gemacht.“ Besonders imponierte dem Coach die „offensive Ausrichtung, ohne dabei die Defensive zu vernachlässigen. Er geht auf seine Mitspieler ein – und kann Räume nutzen.“ Ähnlich sieht es Allofs, selbst wenn er hofft, „dass jeder unserer neuen Spieler im Idealfall noch besser werden kann. Aber Theo ist schon jetzt sehr gut.“

Da musste der Gelobte dann doch die verbale Handbremse ziehen: „Wenn ich so ausgezeichnet wäre, hätte Ronaldo nicht das Tor schießen können“, geißelte er sich für seine Unaufmerksamkeit im 14. Länderspiel, die Tschechien das 0:1 gegen Portugal durch eben jenen Cristiano Ronaldo und damit das EM-Viertelfinal-Aus beschert hatte.

Abhaken, nach vorne sehen – jetzt will „Theo“ an der Weser durchstarten. Allerdings erst nach „ein paar freien Tagen“, die ihm Werder nach einer langen Saison hoffentliche noch gebe. „Ja, bis zum 5. Juli“, scherzte Schaaf, stellte dann aber klar: Beim Vorbereitungsstart wird Gebre Selassie noch nicht dabei sein. Vielleicht kommt er zum Ende des Trainingslagers auf Norderney (7. bis 13. Juli) nach, „wo wir alle Vorzüge dieser Insel genießen können“, versprach der Coach in Anspielung auf die seit Jahren berüchtigte „Quälerei auf Norderney“.

Gerücht

"Das klingt ganz nett, aber es stimmt nicht. Gebre Selassie ist wirklich mein Geburtsname."

Werders Neuzugang Theodor Gebre Selassie über das Gerücht, dass sein Vater aus Bewunderung für den Wunderläufer Haile Gebreselassie einen anderen Nachnamen angenommen habe.

 

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