Für Gebre Selassie ist ein Spiel auch immer ein Kampf mit sich selbst

„Jeder Fehlpass macht mich sauer“

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Werder-Profi Gebre Selassie

Zell Am Ziller - Als das Thema fast durch ist, ringt sich Theodor Gebre Selassie doch noch zu einem positiven Satz über seine vergangene Saison durch. „Ein paar Mal war ich mit mir zufrieden“, sagt er und macht dabei ein Gesicht, als hätte er gerade in eine Zitrone gebissen.

Es schmeckt ihm einfach nicht, sich gut zu finden. Dabei hätte er allen Grund dazu: Gebre Selassie war als rechter Verteidiger ein absoluter Leistungsträger. Es war im dritten Werder-Jahr die beste Spielzeit des Tschechen, dessen Vertrag Anfang des Jahres folgerichtig bis 2018 verlängert wurde.

„Ich bin mein größter Kritiker“, sagt Gebre Selassie und verrät: „Ich bin fast nie zufrieden mit mir. Jeder Fehlpass von mir macht mich sauer.“ Das wäre früher sogar noch schlimmer gewesen. Inzwischen habe er genügend Erfahrung, um damit etwas lockerer umzugehen, sagt der 28-Jährige. Geholfen hätte zudem, dass er bei Werder endlich Stammspieler wurde. Bei Viktor Skripnik ist Gebre Selassie als rechter Verteidiger gesetzt. „Das Vertrauen tut gut“, sagt der tschechische Nationalspieler.

Es war offenbar so gut, dass er in diesem Sommer etwas Neues gewagt hat: Urlaub ganz ohne Ball. Wiederholung allerdings ausgeschlossen. Denn die Folgen waren gravierend. „Ich hatte die ersten ein, zwei Tage nach dem Urlaub überhaupt kein Ballgefühl“, gesteht Gebre Selassie: „Da war ich ganz schön sauer auf mich, dass ich diese dumme Idee hatte.“ Man wird in diesem Moment den Eindruck nicht los, dass der Tscheche ein wenig zu hart mit sich ins Gericht geht. Doch immerhin fügt er noch lächelnd an: „Jetzt ist alles gut.“

kni

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