Marin-Transfer

Ganz schön schwindelig

Werder-Bremen - Immer höher, schneller, weiter – das ist der Sport. Immer teurer, noch teurer, noch viel, viel teurer – das ist der Fußball. Bei den Ablösesummen, die in diesen Wochen hin und her überwiesen werden, wird einem zunehmend schwindelig. Und schon wären wir bei Marko Marin. Der kann seine Gegner nicht nur schwindelig spielen, sondern mit seiner Ablösesumme sorgt er für selbiges.

Geschätzte 8,3 Millionen Euro überweist Werder an Mönchengladbach. So viel haben sich die Hanseaten noch nie einen Spieler kosten lassen. Und ausgerechnet ein erst 20-Jähriger stellt diese Bestmarke auf. Da wird einem gleich noch einmal schwindelig.

Marin möglicherweise auch. Der wirkt mit seinen 170 Zentimetern Körpergröße und nur 64 Kilogramm Körpergewicht ohnehin nicht gerade robust und bei sportlicher Schieflage – so wie zuletzt bei der U 21-EM – auch nicht sonderlich selbstbewusst. Aber stopp! Hat man vor anderthalb Jahren bei Mesut Özil nicht genauso gedacht? Der Deutsch-Türke kam als 19-Jähriger für eine Ablösesumme von fast fünf Millionen Euro vom FC Schalke. Özil hat sich längst durchgesetzt und Werder in Berlin sogar zum Pokalsieg geschossen. Danach war den Bremer Fans ganz schwindelig . . .

Von einem ähnlichen Gefühl kann auch Carlos Alberto ein Lied singen – allerdings kein schönes. Der bisherige Ablösesummen-Rekordhalter klagte vor zwei Jahren kurz nach seiner Verpflichtung über – kein Scherz! – Schwindelanfälle. Längst kickt der mittlerweile 24-Jährige wieder in seiner Heimat Brasilien und gilt in Bremen als Transfer-Flop.

Marin wird seinen eigenen Weg gehen. Dabei sollte er – genauso wie die Fans – immer an eines denken: Für die Ablösesummen sind nicht die Spieler, sondern die Vereine verantwortlich.

Björn Knips

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