Galvez fällt erneut aus, Prödl rückt in die Mitte – und wer löst links das Problem?

Die brüchige Viererkette

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O weh! Schon wieder verletzt! Alejandro Galvez fällt für die Partie gegen Eintracht Frankfurt aus. In der Viererkette wird die Lage damit langsam brisant.

Bremen - Jetzt ist Fantasie gefragt! Bei Werder Bremen wird die personelle Situation in der Viererkette immer prekärer, und Lösungen liegen nicht gerade offen auf dem Tisch. Das Hauptproblem ist die linke Seite. Wer dort am Samstag im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) spielen soll, ist ein noch ungelöstes Rätsel.

So viel ist seit gestern aber ziemlich sicher: Sebastian Prödl wird es nicht sein. Der Österreicher, in den vergangenen beiden Partien als Notlösung auf die linke Außenbahn gestellt, wird gegen die Eintracht wieder als Innenverteidiger gebraucht. Denn dort fällt neben Jannik Vestergaard (Knieverletzung) auch Alejandro Galvez definitiv aus. Der Spanier fehlte gestern beim Teamtraining, und Werder-Coach Viktor Skripnik ließ hinterher kurz und knapp mitteilen, dass er nicht mit dem 25-Jährigen plane. Grund: erneute Knieprobleme bei dem Innenverteidiger.

Galvez war nach auskuriertem Syndesmoseband-anriss erst im Nordderby gegen den HSV ins Team zurückgekehrt. Es folgte noch der Einsatz gegen Paderborn – und nun schon wieder die von Werder bislang nicht näher beschriebene Knieverletzung.

Der personelle Engpass im Abwehrzentrum wäre allein allerdings zu verschmerzen. Prödl, von der ungeliebten Linksverteidiger-Aufgabe erlöst, und Assani Lukimya stehen schließlich noch als erprobtes Innenverteidiger-Paar zur Verfügung. Ganz anders die Situation auf links. Die 1a-Besetzung Santiago Garcia hat sich für den Rest der Saison mit Patellasehnenproblemen abgemeldet. Der Rückgriff auf die 1b-Besetzung Janek Sternberg wäre logisch. Doch der 22-Jährige war von Skripnik zuletzt auf die Bank verbannt worden – als ebenfalls logische Reaktion auf schwache Leistungen. Und 1c-Mann Luca Caldirola kommt nach überstandener Sprunggelenksverletzung nicht in Tritt. Nachdem der Italiener in der vergangenen Woche am Mannschaftstraining teilgenommen hatte, fehlte er gestern wieder. Auch bei ihm sind neue Schmerzen aufgetreten. Einsatz gegen Frankfurt? Ungewiss.

Vermutlich muss das Trainerteam nun wieder einen Spieler auf die Schnelle zum linken Verteidiger umschulen. Vielleicht Clemens Fritz, der die Rolle in grauer Vorzeit häufiger gespielt hat. Oder einen der Rechtsverteidiger. Marnon Busch brennt auf sein Comeback in der Bundesliga, egal auf welcher Position – davon darf nach Monaten ohne Erstliga-Auftritt ausgegangen werden. Theodor Gebre Selassie, Stammkraft hinten rechts, wäre dagegen nicht glücklich über einen Seitensprung. „Es ist schwierig mit meinem linken Fuß“, lacht der Tscheche, der die Rolle zu Beginn der vergangenen Saison zweimal übernehmen musste. Und wenn es jetzt wieder sein müsste, „würde ich es auch schaffen. Ich habe es damals auch gar nicht so schlecht gemacht. Aber wenn man mich fragt, sage ich: Besser nicht.“

So denken die meisten, die die Position links in der Viererkette nicht kennen. Skripnik braucht aber bis Samstag eine Lösung. Wie gesagt: Es ist Fantasie gefragt.

csa

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