425.000 Euro für den Polizeieinsatz am Weserstadion

Fußball-Risikospiele: Jetzt will Bremen Geld sehen

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Bremen - Von Thomas Kuzaj. Jetzt wird‘s ernst. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) soll 425.000 Euro für den Polizeieinsatz in Bremen zahlen, der im April wegen des Fußball-Bundesligaspiels zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV im Weserstadion nötig war.

Ein entsprechendes Anhörungsschreiben hat Bremen der DFL nach Frankfurt geschickt, bestätigte ein Sprecher der Bremer Innenbehörde am Mittwoch gegenüber der Kreiszeitung.

Die DFL hat nun vier Wochen Zeit, dazu Stellung zu nehmen. Dann folgt als nächster Schritt der Gebührenbescheid. Es ist das erste Mal, dass die DFL für Kosten eines Polizeieinsatzes bei einem sogenannten Hochrisikospiel aufkommen soll.

Insgesamt kostete der Einsatz mehr als eine halbe Million Euro. Abgezogen wurden die Kosten, die für die polizeiliche Begleitung eines normalen Bundesligaspiels anfallen – so hatte es Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) auch angekündigt, als das Bremer Gesetz diskutiert wurde.

Wie berichtet, hatte Bremens Bürgerschaft das Gebührengesetz im Oktober vergangenen Jahres in zweiter Lesung beschlossen. Die Fraktionen von CDU und Linken stimmten damals dagegen. Der Bremer Alleingang machte bundesweit Schlagzeilen. Die DFL kündigte an, juristisch dagegen vorzugehen. Man werde notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

„Es wird Zeit, dass sich der Profifußball seiner Verantwortung stellt“, sagte SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe im Parlament. Der CDU-Abgeordnete Wilhelm Hinners bezeichnete das Gesetz allerdings als rechtswidrig. „Die innere Sicherheit ist immer noch eine Sache des Staates und darf nicht von Gebühren abhängig sein.“

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