Greuther Fürth erstmals zu Gast in Bremen

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Bremen - Das zweite Heimspiel gegen einen Abstiegskandidaten in Folge findet dieses Wochenende im Bremer Weserstadion statt. Zum allerersten Mal in über 50 Jahren Bundesliga gastieren die Franken der Spielvereinigung Greuther Fürth in der Hansestadt. Trotz Premierenfreude: Dieses Spiel muss Werder Bremen unbedingt gewinnen.

Nach drei verlorenen Spielen in Folge gab es für den SVW vergangenen Samstag in Gladbach immerhin wieder ein kleines Erfolgserlebnis, denn ein Punkt konnte an die Weser entführt werden. Nun soll auch im eigenen Stadion die Erfolgsspur wiedergefunden werden. In den verbleibenden neun Spielen dieser Saison bietet sich die Chance, den derzeitigen 13. Platz zu verbessern und in der Tabelle nach oben zu klettern. Außerdem könnte mit einem Sieg der Vorsprung auf den Relegationsplatz ausgebaut werden.

In Fürth dagegen können die Verantwortlichen schon einmal mit der Planung für die kommende Zweitligasaison beginnen. Der Erstliga-Debütant gewann bisher nur zwei Partien und 14 Punkte und liegt sieben Zähler hinter dem Relegationsplatz. Für den Klassenverbleib wäre eine historische Aufholjagd nötig, denn noch nie lag ein Verein zu diesem Zeitpunkt so deutlich hinter Platz 16.

Das heutige Aufeinandertreffen ist erst die dritte Partie dieser beiden Teams überhaupt. In der Hinrunde gab es ein 1:1-Unentschieden in Fürth, im DFB-Pokal 2004 siegte Werder in Bayern mit 3:2. Auswärts sind die Bundesliga-Neulinge nicht ganz so schwach wie im eigenen Stadion und haben die Hälfte der zwölf Spiele nicht verloren. Außerdem wurden zehn der 14 Punkte in fremden Stadien geholt. Zusätzlich erzielten sie mehr als doppelt so viele Tore (zehn) wie im eigenen Stadion (vier).

Mit dieser geringen Punkt- und Torausbeute ist Fürth der schwächste Bundesligist seit dem SC Freiburg in der Saison 1996/1997. Die Hoffnung auf den Klassenverbleib ist minimal - in den letzten 30 Jahren schaffte nur ein Tabellenletzter nach 25 Spieltagen den Abstieg noch vermeiden: Borussia Mönchengladbach vor zwei Jahren.

Fürth hat erst seit vergangenem Dienstag einen neuen Cheftrainer. Der 40-jährige Frank Kramer trainierte zuletzt die Hoffenheimer U23 und war im Dezember für zwei Bundesliga-Spiele Interimstrainer von 1899.

Der Stürmer Gerald Asamoah, seit Sommer in Fürth unter Vertrag, hat bereits eine ganz besondere Bindung zum Weserstadion aufgebaut. Er erzielte im Sommer 1999 als Schalker sein erstes Bundesliga-Tor in Bremen und feierte im Mai 2001 in der Bremer Arena sein Nationalmannschaftsdebüt gegen die Slowakei und traf dabei zum 1:0.

Schiedsrichter der Partie ist Markus Schmidt aus Stuttgart. Seit 2003 kann er auf über 100 Bundesliga-Einsätze zurückblicken. Heute wird er zum zehnten Mal eine Partie der Bremer leiten, in dieser Saison tat er dies bereits beim 1:1 in Wolfsburg. Von 2004 bis 2007 machte er einen kurzen Abstecher nach Südkorea und pfiff dort in der K-League.

Von Marcel Kloth

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