Werder nicht wichtig? Heynckes gibt frei

Die Füße in Bremen, die Köpfe in Madrid

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Jupp Heynckes und Thomas Schaaf.

Bremen / München · Claudio Pizarro hat sich für sein vermutlich letztes Spiel gegen den FC Bayern eine nette Sache überlegt. „Die kriegen drei Stück von uns“, sagt der Peruaner.

Doch es darf wohl mehr als Frotzelei mit den Rivalen, die bald Kollegen sein könnten, denn als seriöse Ansage gewertet werden. Völlig ernst ist es Pizarro jedoch mit der „guten Chance“, die er Werder Bremen morgen im Duell mit dem Rekordmeister zuschreibt. „Die Bayern“, behauptet Pizarro, „sind mit ihren Köpfen doch längst in Madrid.“ Nicht in Bremen.

Bilder vom Werder-Training am Donnerstag

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Widerspruch aus München zwecklos. Denn mit Worten und Taten hat der Champions-League-Halbfinalist längst bestätigt, dass die Bundesliga-Aufgabe morgen (15.30 Uhr) im Weserstadion nur eine lästige Zwischenlandung auf dem Weg zum Rückspiel bei Real Madrid ist. Schon nach dem 2:1-Hinspielerfolg am Dienstag hatte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge verkündet, dass nun „eine Woche Zeit“ sei, um zu regenerieren. Das Spiel in Bremen? Bedeutungslos.

In der Aussage steckt, wenn man so will, auch eine Geringschätzung des Gegners. Doch Klaus Allofs wollte nicht beleidigt sein. Als „gedankenlos“ tut er Rummenigges Worte ab: „Ich kenne ihn gut genug, um zu wissen, dass er das nie aus Respektlosigkeit sagen würde.“

Wohl aber aus Gleichgültigkeit für die Aufgabe zwischen den Halbfinal-Highlights. Trainer Jupp Heynckes lieferte gestern den nächsten Beweis, dass der Samstag den in der Meisterschaft gescheiterten Bayern nicht sonderlich wichtig ist. Er gab der Mannschaft trainingsfrei – zwei Tage vor einem Spiel ist das absolut unüblich. Und tatsächlich plant er den Einsatz einer B-Elf. Was wiederum Werder-Coach Thomas Schaaf nicht interessiert: „Ob B-, C- oder XY-Elf – Bayern ist immer stark.“ · csa/kni

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