Klare Ansagen von Werder-Profi Clemens Fritz: Kein Urlaub auf Norderney, niemals Profi-Trainer, Veränderungen bei Arnautovic

„Für mich ist Per Mertesacker unser Kapitän“

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Ein bisschen sieht‘s schon nach einem Urlaubsfoto aus, doch Clemens Fritz kennt auf Norderney nur harte Arbeit.

Norderney · Clubchef Klaus Allofs hatte eine bessere Grundstimmung bei Werder Bremen gefordert – und Clemens Fritz geht mit gutem Beispiel voran. Bestens gelaunt präsentierte sich der 30-Jährige den Journalisten auf Norderney. Und nach nun schon sechs Spielzeiten an der Weser fand der Rechtsverteidiger auch klare Worte zur aktuellen Situation bei seinem Verein und zu seiner Zukunft. Clemens Fritz über:

Norderney

„Urlaub würde ich hier nicht machen, die Insel hat einfach für mich immer etwas mit harter Arbeit zu tun. Hier legen wir die Grundlagen für die Saison. Natürlich zwickt es schon wieder hier und da im Körper, auf Norderney zwickt es eigentlich immer.“

die Verteidigernot

„Im Moment sind wir in der Innenverteidigung sicher zu dünn besetzt. Es ist aber auch unglaublich, dass alle vier Innenverteidiger aus der vergangenen Saison gleichzeitig verletzt sind. Ich hoffe, dass zumindest Per Mertesacker schnell zurückkommt. Mit Andreas Wolf haben wir ja schon einen erfahrenen Spieler dazubekommen.“

den neuen Kapitän

„Für mich ist Per Mertesacker nach dem Weggang von Torsten Frings unser Kapitän. Er war schließlich Vize-Kapitän und soll weiter vorangehen. Ich werde ihn dabei unterstützen und gerne noch mehr Verantwortung übernehmen.“

das Saisonziel

„Nach der letzten Saison brauchen wir eigentlich keine großen Ansagen zu machen. Wir sind im Umbruch und müssen uns erst als Mannschaft finden. Aber es sollte unser Anspruch sein, um die internationalen Plätze mitzuspielen.“

seinen Vertrag bis 2012

„Es gab noch keine Gespräche mit dem Verein, und die wird es auch bis Ende August nicht geben. Die Kaderplanung für diese Saison ist jetzt wichtiger. Ich fühle mich sehr wohl in Bremen und lasse das auf mich zukommen. Ich könnte mir schon vorstellen, meine Karriere hier zu beenden. Obwohl: Ein, zwei Jahre USA oder Kanada, so wie es Torsten Frings nun macht, wären eine gute Sache. Aber dafür ist es bei mir noch zu früh.“

die Nationalmannschaft

„Da geht für mich nichts mehr. Der Ruf nach jungen Leuten wird ja immer lauter. Zu meiner Zeit hat man viel später in der Bundesliga Fuß gefasst, da gab es nur wenige junge Ausnahmen wie zum Beispiel Sebastian Deisler. Heute gibt‘s ganz viele junge Spieler, die das wirklich hervorragend machen. Aber deshalb muss ich mir keine Gedanken machen, jetzt schon aufzuhören. Ich weiß, was ich kann – und genieße meine Zeit als Profi noch mehr. Ich weine der Zeit als Nationalspieler auch nicht nach, sondern es überwiegen ganz klar die positiven Erlebnisse.“

Marko Arnautovic

„Über ihn wurde viel geschrieben, aber ich muss ganz ehrlich sagen: Er macht das in den ersten Tagen dieser Saison wirklich gut. Er zieht im Training hundertprozentig mit. Natürlich ist er einer, der ab und zu mal den Clown gibt. Aber ich habe ein sehr, sehr gutes Gefühl bei ihm. Er will allen zeigen, was er drauf hat. Er hat ein unheimlich großes Potenzial, ist ein Riesentalent. Ich hoffe, dass er das nicht verschenkt. Natürlich wollen wir als Mannschaft davon profitieren, aber ich wünsche es ihm auch als Fußballer, dass er seinen Weg gehen wird und sich nicht mit zu vielen Sachen nebendran beschäftigt. Wenn sich Marko auf das Wesentliche konzentriert, werden wir noch sehr, sehr viel Spaß mit ihm haben.“

seine beruflichen Pläne

„Ich will gar nicht wissen, was in fünf Jahren ist, sonst bin ich vielleicht enttäuscht. Natürlich ist Sport mein Leben, und ich werde dem Sport erhalten bleiben. Aber Stand jetzt kann ich ausschließen, Trainer im Profi-Bereich zu werden – dann eher im Nachwuchsbereich.“ · kni

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