„Fünf Bremer sollten in Südafrika schon dabei sein“

Per Mertesacker

Bremen (kni) · Per Mertesacker kann sich noch gut daran erinnern, „dass ich auch mal als einziger Bremer zur Nationalmannschaft gefahren bin“. Doch nun stehen Werder-Profis bei Bundestrainer Joachim Löw wieder ganz hoch im Kurs.

Jüngstes Beispiel ist Aaron Hunt (siehe nebenstehenden Text). Neben Mertesacker wurden zuletzt auch die Bremer Mesut Özil, Marko Marin und Tim Wiese regelmäßig berücksichtigt. Torsten Frings wartete dagegen bislang vergeblich auf eine Rückkehr in die Nationalelf, bleibt aber dennoch ein Kandidat für die WM 2010. Genauso wie der zuletzt ebenfalls nicht mehr berücksichtigte Tim Borowski. Und auch Clemens Fritz darf sich als Ex-Nationalspieler noch geringe Hoffnungen machen.

„Ein großer Bremer Block in der Nationalmannschaft würde mich natürlich freuen“, sagt Mertesacker und legt die Messlatte schon einmal sehr hoch: „Fünf Bremer sollten in Südafrika schon dabei sein – also im schlechtesten Fall.“ Es dürfen durchaus mehr sein. Nicht nur, weil Mertesacker gerne bekannte Gesichter um sich hat, „sondern weil wir dann ganz bestimmt auch eine erfolgreiche Saison mit Werder gespielt hätten“, meint der Innenverteidiger: „Es ist doch ganz einfach: Spielt Werder in der Bundesliga oben mit, gibt’s zwangsläufig mehr Bremer Nationalspieler, weil Werder eben mehr als andere Clubs auf deutsche Spieler setzt.“ Siehe zum Beispiel das Pokalspiel vom vergangenen Mittwoch: In der Startelf standen in Naldo, Petri Pasanen und Marcelo Moreno nur drei ausländische Profis. Eingewechselt wurden zudem drei deutsche Spieler. „Die nächsten Kandidaten stehen doch bei Werder schon parat, wenn’s bei ihnen auch noch etwas dauern wird“, sagt Mertesacker und nennt seine Teamkollegen Sebastian Boenisch, Philipp Bargfrede und Peter Niemeyer.

Doch Löw wird ganz gewiss nicht nur auf Bremer setzen – schon gar nicht in der Startelf. „Warum nicht?“, widerspricht Marko Marin. Der Wirbelwind kann sich sehr wohl vorstellen, genauso wie bei Werder gemeinsam mit Özil und Hunt auf Torejagd zu gehen: „Wir verstehen uns doch prima, davon könnte auch die Nationalelf profitieren.“ Hunt macht sich auch keine Sorgen, dass er geringere Chancen bei Löw hat, weil in Özil und Marin schon zwei Bremer Offensive da sind: „Das kann kein Nachteil sein, wenn wir gut harmonieren.“

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