Schaaf grübelt, wie Werder ohne Pizarro in Dortmund angreifen soll: „Alle Varianten sind möglich“

Füllkrug, Thy oder Rauten-Auszeit?

Niclas Füllkrug darf hoffen, morgen in Dortmund dabeizusein.

Bremen - Natürlich tippt Aleksandar Ignjovski auf Sieg. Denn in über zehn Jahren Bundesliga-Top-Tipp dieser Zeitung hat noch kein Werder-Profi etwas anderes gewagt. Das gilt auch für Auftritte beim Meister – wie morgen in Dortmund (15.30 Uhr).

Also sagt Ignjovski brav ein 1:0 voraus, auch wenn jeder Wettanbieter auf dieser Welt den BVB als haushohen Favoriten sieht. Doch Ignjovski weiß offenbar mehr, er kennt schon den Helden von Dortmund: „Niclas Füllkrug macht unser Tor.“

Also sollte Füllkrug morgen ganz dringend spielen. Doch Thomas Schaaf hat sich noch nicht entschieden. Und es geht um Grundsätzliches. Der Rauten-Mann zieht durchaus eine Systemveränderung in Betracht – mangels Möglichkeiten im Sturm. Denn Torjäger Nummer eins, Claudio Pizarro, ist gesperrt. Stürmer Nummer drei, Marko Arnautovic, hat es am Knie erwischt. Dauerpatient Denni Avdic, vor gut einem Jahr für 2,5 Millionen Euro aus Schweden verpflichtet, befindet sich mal wieder im Krankenstand. Bleiben also nur noch Talente als Angriffspartner von Markus Rosenberg.

Training am Donnerstag

Training am Donnerstag

Zum Beispiel Niclas Füllkrug – die Entdeckung des Januars. Der 19-Jährige nutzte die Vorbereitung, um sich einen Platz im Profi-Kader zu sichern und immerhin viermal Bundesliga-Luft zu schnuppern. Allerdings sind insgesamt 74 Spielminuten mit 43 Ballkontakten und nur einer Torchance nicht gerade eine optimale Bewerbung für einen Platz in der Startelf. „Dieser Schritt ist schon groß, aber einmal muss er ihn machen“, meint Rosenberg und erinnert an Lennart Thy: Der hatte am ersten Spieltag an Rosenbergs Seite sein Startelf-Debüt gefeiert – und zwei Treffer des Schweden zum 2:0-Sieg bejubelt. Thy hat auch schon Dortmund-Erfahrung, wurde im Dezember 2010 nach 70 Minuten eingewechselt, konnte die 0:2-Niederlage aber auch nicht mehr verhindern. Der 20-Jährige bringt es wie Füllkrug auf vier Bundesliga-Einsätze (200 Minuten), schaffte es aber zuletzt nicht einmal mehr in den Kader. Der etwas jüngere Kollege hatte ihm diesen Platz abgenommen, besitzt deshalb aber noch lange kein Ticket für die Startelf.

„Die Frage ist, ob es für uns die beste Lösung wäre“, sagt Schaaf zum Thema zweiter Stürmer und bringt selbst einen Systemwechsel ins Gespräch: „Alle Varianten sind möglich.“ Fast alle, denn ein Marko Marin als hängende Spitze hinter nur einem Stürmer, wie schon in der Vergangenheit praktiziert, kann es nicht geben. Der Mittelfeldspieler fällt mit großer Wahrscheinlichkeit aus. Bleibt eigentlich nur noch das bei anderen Teams aktuell so beliebte System mit zwei Sechsern und drei offensiveren Mittelfeldspielern hinter einem Angreifer. Probleme bereitet dabei allerdings die Besetzung des Trios. Klar, Mehmet Ekici und Zlatko Junuzovic wären dabei – aber wer noch? Lukas Schmitz? Tom Trybull? Aleksandar Ignjovski – dann als zweiter Sechser neben Philipp Bargfrede?

Es ist kompliziert, und Schaaf gesteht: „Wir haben nicht den Kader zur Verfügung, den wir uns wünschen.“ Aber chancenlos sieht er Werder deshalb nicht: „Jetzt können sich andere zeigen. Und wir sind hoffentlich mutig genug, ein offenes Spiel zu zeigen.“ · kni/csa

Die Staatskarossen der US-Präsidenten

Die Staatskarossen der US-Präsidenten

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wann eine Teilqualifizierung sinnvoll ist

Wann eine Teilqualifizierung sinnvoll ist

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Meistgelesene Artikel

Und dann macht es „Britzzz“

Und dann macht es „Britzzz“

Thomas Delaney: Ein Gewinner unter Verlierern

Thomas Delaney: Ein Gewinner unter Verlierern

Pizarro wird früh „geopfert“

Pizarro wird früh „geopfert“

Unbequem in Unterzahl

Unbequem in Unterzahl

Kommentare

Tibi123
(3)(0)

Also, mit den neuen Verletzungen kann das ja heiter werden. Trotzdem habe ich ein vorsichtig optimistisches Gefühl, denn diese junge Truppe kann jetzt wenigstens völlig unbeschwert aufspielen. Jungs haltet die ersten 15 Minuten ohne Gegentor durch, dann ist alles möglich. Wir drücken alle Daumen für heute.

Tibi123Antwort
(1)(0)

Moin RWH Berlin, die Schreibe findest Du unter dem 15.03.!

Tibi123Antwort
(1)(0)

Moin tsralle.
Ja, Du hast Recht, teilweise ist eine Besserung bei Hecke tatsächlich festzustellen, lächel.
Die Reaktionen einiger user, bezogen auf Thomas Wolter, sind auch für mich nicht nachvollziehbar. Deine Kritik ist doch absolut berechtigt, denn da passiert praktisch nichts, außer das Wolter immer schneller spricht und ihn kein Spieler mehr versteht. Man, was hat der für talentierte Spieler zur Verfügung.