Dennoch ist der Titel bei Werder kein Tabu-Thema mehr

Zu früh für Meisterträume

Traf doppelt: Hugo Almeida.

Freiburg (flü) · Tim Wiese machte eine einfache Rechnung auf: „Wenn wir jetzt jedes Spiel gewinnen, werden wir Meister“, sagte der Bremer Torwart. Dem ist nicht zu widersprechen. Allerdings, so der Keeper, „ist es noch viel zu früh, vom Titel zu reden.

Natürlich sind wir im Moment richtig gut drauf, und wir können es auch schaffen. Doch es bringt nichts, jetzt schon von Dingen zu träumen, die noch so weit weg sind.“

Immerhin durften die Bremer an diesem Spieltag schon mal für 24 Stunden am Platz an der Sonne schnuppern. Nach dem 6:0-Triumph in Freiburg war Werder kurzzeitig Tabellenführer. Nach 95 Spieltagen wieder einmal. Zuletzt standen die Hanseaten nach dem 19. Spieltag der Saison 2006/2007 ganz oben.

Dass Leverkusen gestern mit dem 1:1 in München wieder vorbeizog, nahm Sportchef Klaus Allofs unaufgeregt zur Kenntnis: „Mir wäre es ohnehin lieber, wenn wir am 34. Spieltag da oben stehen würden.“

Gleichwohl machte der 52-Jährige keinen Hehl daraus, „dass wir stolz darauf sein können, wie wir in Freiburg gespielt haben“.

Die Länderspielpause habe seiner Mannschaft gutgetan. Nach den vielen englischen Wochen waren die Bremer zuletzt platt, hatten sich gegen Dortmund gerade noch zu einem 1:1 gequält. „Wir haben gezeigt, zu was wir in der Lage sind, wenn wir fit und ausgeruht sind“, sagte Wiese. Und Doppeltorschütze Hugo Almeida ergänzte: „Wer Meister werden will, der muss die richtige Einstellung haben: Respekt vor dem Gegner und das Selbstvertrauen, jedes Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Dieser Teamgeist und diese Mentalität zeichnen uns aus.“ Doch auch der Portugiese hält es noch für verfrüht, sich schon jetzt mit dem Thema Meisterschaft auseinanderzusetzen. „Wir haben in der Liga noch vier schwere Spiele vor uns. Lasst uns die erstmal spielen“, forderte Almeida – und sprach damit seinem Trainer aus der Seele. „Dass wir oben dabei sind, ist schön. Das gibt Selbstvertrauen. Wir werden uns jetzt aber nicht verrückt machen, denn wir wissen, dass wir bis Weihnachten noch ein schweres Programm haben“, sagte Thomas Schaaf.

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