Werder Bremen steht Sonntag gegen Nürnberg unter Druck: Der Absturz droht

Ein frostiger Winter oder kuschelige Weihnachten

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Bremen - Für Nils Petersen wird es auf jeden Fall nach oben gehen. Das deutet der Skisarg auf dem Dienstwagen des Werder-Profis schon an, und der Stürmer bestätigt: „Ich fahre in die Berge.“ Doch vorher wartet noch ein anderer Aufstieg.

Petersen will morgen die Hinrunde unbedingt mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg (17.30 Uhr) abschließen, „damit wir in der Tabelle wieder nach oben kommen und an den internationalen Plätzen dran bleiben“. Der Druck ist riesig, denn es ist auch der Absturz auf Platz 15 möglich.

Mit diesem Horrorszenario im Umbruchjahr mag sich bei Werder – verständlicherweise – niemand beschäftigen. Wer will schon an einen frostigen Winter denken, wenn noch die Chance auf kuschelige Weihnachten besteht? Doch mit den Chancen ist das bei Werder so eine Sache. Sie werden zu selten genutzt. „Die Preisfrage ist doch“, meint Trainer Thomas Schaaf: „Wie gehen wir mit unseren Chancen um? Sind wir effektiver als in Frankfurt?“

In der Mainmetropole spielten die Bremer gut, verloren aber deutlich mit 1:4. „Wir standen des Öfteren in dieser Saison mit der Pappnase da“, erinnert sich Schaaf. Und er hat gehandelt, den Torabschluss im Training noch einmal ausgiebig üben lassen. „Aus dem Spiel heraus“, wie er hervorhebt: „Nachrücken, dranbleiben, vor dem Tor präsent sein, den Abschluss suchen, nicht noch einmal quer legen – das kann man alles trainieren, und das haben wir gemacht.“ Ob mit Erfolg, wird sich zeigen. Sturmspitze Petersen ist jedenfalls optimistisch: „Im Training kann man sich die Sicherheit holen, um dann im Spiel einen lockeren Fuß zu haben und die Chancen zu nutzen.“

Nils Petersen hat ein klares Ziel vor Augen: Der Werder-Stürmer will mit einem Sieg in die Winterpause. ·

Ein Blick auf die Statistik zeigt: So schlecht ist Werder gar nicht vor dem Tor. Mit 27 Treffern stellen die Bremer den sechstbesten Angriff der Liga. Bei der Effektivität liegen sie auf Platz acht: 12,39 Prozent der Werder-Chancen brachten den gewünschten Erfolg. Hannover (16,15 Prozent) ist in dieser Statistik ganz vorne – gefolgt von Tabellenführer FC Bayern (15,19). Der 1. FC Nürnberg (9,36) ist da wesentlich harmloser. Nur Hamburg (9,33), Fürth (5,78) und Augsburg (5,29) sind noch schlechter. Trotzdem hat Werder jede Menge Respekt vor dem morgigen Gast. „Das ist ein sehr schwierig zu spielender Gegner“, warnt Keeper Sebastian Mielitz: „Die sind ganz eng am Mann.“ Und nicht nur das. Schaaf lobt das kompakte Auftreten und vor allem das schnelle Umschalten der Franken. Das schmeckt Werder so gar nicht, so gab es schon das eine oder andere Gegentor in dieser Spielzeit.

Die 28 in bislang 16 Partien sind in jedem Fall zu viel, um ins internationale Geschäft zurückzukehren. Doch grundsätzlich will Schaaf seinen offensiven Stil nicht ändern. „Ich werde mich hüten, die Mannschaft zu bremsen“, sagt er: „Die Mannschaft soll weiter selbstbewusst und forsch auftreten. Sie muss mit ihrem Engagement nur richtig umgehen.“ Soll heißen: Fehler in der Vorwärtsbewegung minimieren, Ballgewinn in der Rückwärtsbewegung maximieren.

Werder-Training am Freitag

Winter-Werder-Training am Freitag

Ist eigentlich ganz einfach – und doch so schwer. Deshalb fuhr Werder in dieser Saison Achterbahn. Die letzte Fahrt des Jahres soll nun nach oben führen – und Petersen macht den Kollegen Mut: „Also bei mir ist es in den letzten Hinrundenspielen immer ganz gut gelaufen.“ · kni

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