Werder-Kapitän mit erster Vorlage seit zwei Jahren

Fritz weiß wieder, wo der Vorwärtsgang ist

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Bereitete in Hamburg erstmals seit fast zwei Jahren ein Tor vor: Clemens Fritz

Bremen (mr) - Nils Petersen gehört zu den Gewinnern. Na klar, der Werder-Stürmer hat im Nordderby beim Hamburger SV (2:0) endlich seinen Torfluch beendet und sogar gleich doppelt getroffen. Auch Santiago Garcia darf sich als großer Sieger fühlen. Der Argentinier zeigte in der Vorwoche ein starkes Bundesliga-Debüt und wird heute (15.30 Uhr - im Live-Ticker auf Kreiszeitung.de) im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg wieder als Linksverteidiger auflaufen.

Fehlt aber noch einer, der – was fast ein bisschen unterging – ebenfalls auf sich aufmerksam machte und in Hamburg ein ganz selten gewordenes Glücksgefühl erlebte: Kapitän Clemens Fritz.

Der 32-Jährige bereitete Petersens 1:0 mustergültig vor und sicherte sich nach langer, langer Zeit mal wieder einen Assistpunkt. Die Recherche, wann der Rechtsverteidiger einen Treffer direkt aufgelegt hat, dauert etwas länger. In dieser Bundesliga-Saison noch nicht – und auch in der vergangenen findet sich weder ein eigenes Tor noch eine Vorarbeit à la Hamburg. Das letzte Mal war am 27. November 2011 beim 2:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart, als Aaron Hunt vom Zuspiel des Kapitäns profitierte.

Das ist fast zwei Jahre her! Dass die Durststrecke nun aber vorbei ist, überrascht Fritz nicht. Zum einen, weil er nach muskulären Problemen Mitte August inzwischen wieder voll im Saft ist: „Ich habe ein bisschen gebraucht, um meinen Rhythmus zu finden – und ich denke, jetzt habe ich ihn gefunden. Ich fühle mich körperlich sehr gut.“ Ähnlich urteilt Trainer Robin Dutt: „Clemens ist wieder bei 100 Prozent, sehr spritzig.“

Abschlusstraining am Samstag

Zum anderen, weil die Abstimmung mit den Vorderleuten in Hamburg besser geklappt und der in seinem Offensivspiel sonst oft zaghafte Außenverteidiger mehr Mut gefasst hat, sich mit nach vorne einzuschalten. „Wir standen einfach gut. Wenn ich merke: Wir sind da, wir sind drin, ich bin gut abgesichert, ist es für mich viel leichter. Die gegenseitige Unterstützung braucht jeder einzelne, da profitieren alle in ihrem Spiel“, meint Fritz. Im Derby rückte Cedric Makiadi oft rein, wenn der Kapitän marschierte. Vor der Torvorlage setzte ihn Eljero Elia per Hackentrick stark in Szene. Dieses Trio wird wohl auch heute gegen den „Club“ die rechte Seite bilden – und Fritz soll auch in der gegnerischen Hälfte wieder Akzente setzen, erhofft sich Dutt: „Außenverteidiger sind heutzutage keine Außenverteidiger mehr, sondern Außenspieler. Und wenn wir den Ball haben, sind es fast schon Außenstürmer. Clemens hat das in Hamburg sehr gut gemacht, so wollen wir ihn sehen. So tut er uns richtig gut. Ein guter, starker Kapitän ist sehr wichtig.“

Fritz gehört zu den wenigen Bremer Profis, die von Dutt eine Einsatzgarantie bekommen. „Der Kapitän darf auch mal ein, zwei schwächere Spiele haben. Das ist kein Problem“, findet der Coach, fügt dann aber noch an: „Insgesamt muss die Leistung natürlich stimmen.“

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