Fritz verspricht: „Wir suchen unsere Chance“

Clemens Fritz

Bremen - (mr) · Der Countdown läuft. Nur noch ein Tag bis zum Nord-Süd-Gipfel beim FC Bayern – und Werder plagen arge Personalprobleme. Mit Per Mertesacker und Naldo fällt die komplette etatmäßige Innenvertedidigung aus, dazu auch noch Torjäger Claudio Pizarro.

Und trotzdem: Rechtsverteidiger Clemens Fritz, der in seinen vier Jahren bei Werder schon häufig Außenseiter gegen die Münchner war, erstarrt keinesfalls in Ehrfurcht. „Wir haben einen guten Kader, müssen uns nicht verstecken und werden unsere Chance suchen“, kündigt der 29-Jährige forsch an.

Abschlusstraining am Freitag

Werder Bremen Training Freitag

Seine simpel klingende Formel: „Wir müssen einfach sicher und kompakt stehen, dürfen die Bälle nach Eroberungen nicht gleich wieder abgeben. Wir haben ein gutes Kombinationsspiel und müssen damit in die Schnittstellen der Bayern-Defensive kommen. Wir müssen schnell spielen und, ganz wichtig, auch den Abschluss suchen.“

Dass es richtig schwierig wird, weiß auch Fritz: „Das ist es doch immer gegen die Bayern, weil sie eine sehr, sehr hohe Qualität haben. Und in diesem Jahr kommt noch dazu, dass sie sich eigentlich gar nicht verändert und eine eingespielte Mannschaft haben. Da dürfen wir uns nicht viele Fehler erlauben – die werden gnadenlos bestraft.“

Fritz selbst hat sich vorgenommen, in der Offensive Gas zu geben – und zwar nicht nur morgen. „Spiele, in denen ich auch vorne Akzente setze, erwarte ich von mir. Ich will Druck erzeugen, gute Flanken schlagen, Tore vorbereiten – und gerne noch das eine oder andere machen.“ Ein traumhaftes ist ihm im Qualifikations-Hinspiel zur Champions League gegen Sampdoria Genua bereits gelungen. Damit wäre sein Saison-Soll eigentlich schon erfüllt. Vor gut einem Monat hatte er noch scherzhaft angekündigt, mehr als ein Treffer pro Spielzeit sei bei ihm nicht drin. Jetzt schmunzelt er: „Das war ja Champions League, es gibt aber auch noch andere Wettbewerbe. Es dürfen, ohne gleich nach den Sternen greifen zu wollen, gerne noch mehr werden.“

Könnte passieren, denn Fritz – der schon in der vergangenen Saison überzeugt hatte – ist wieder richtig gut drauf. „Sicherlich ist es so, dass ich auf meiner Position von der Physis und der körperlichen Fitness lebe. Ich habe die komplette Vorbereitung mitmachen können, hatte keine Probleme. Wir haben eine lange Saison vor uns, da ist es wichtig, eine gute Grundlage zu haben. Ich fühle mich körperlich gut und denke, das spiegelt sich auch in den Leistungen wider.“

Auf einen Anruf von Bundestrainer Joachim Löw wartete Fritz bislang jedoch vergeblich. Seit dem 15. Oktober 2008 (gegen Wales) hat er kein Spiel mehr für die DFB-Elf bestritten. Natürlich würde er gerne zurückkehren, weil „ich in der Nationalmannschaft eine tolle Zeit hatte“. Doch nach eigener Aussage beschäftigt er sich mit diesem Thema aktuell nicht. Dass gegen Aserbaidschan am Dienstag nicht der sonst dort gesetzte Münchner Philipp Lahm, sondern der Wolfsburger Sascha Riether auf „seiner“ Position verteidigte, hat Fritz registriert – ohne Neid, wie er versichert: „Es ist nicht so, dass ich vorm Fernseher sitze und denke, da könnte ich jetzt auch spielen. Ich will mich nur auf Werder konzentrieren und hier gute Leistungen bringen. Und wenn ich das schaffe, wird man sehen.“

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