Fritz verbietet den Blick nach unten

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Clemens Fritz startet wieder durch und möchte am Samstag gegen Mönchengladbach spielen. ·

Bremen - Die Leidenszeit ist vorbei, Clemens Fritz muss nicht mehr nur mitansehen, wie die Kollegen gegen den Abstieg kämpfen – oder wie in Augsburg auch mal nicht kämpfen.

Der Kapitän kehrte gestern nach seiner Bauchmuskelverletzung ins Mannschaftstraining zurück und hofft auf einen Einsatz am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach. Auf jeden Fall will er seinen Einfluss auf die Mannschaft erhöhen.

„Ich stehe jetzt wieder mehr in der Verantwortung und kann diese Aufgabe auch wieder mehr ausführen“, sagt Fritz. Dazu gehören Gespräche mit dem Trainer und mit den Kollegen. Dabei ist er sich sicher, dass alle den Ernst der Lage begriffen haben. „Aber es bringt jetzt nichts, die ganze Woche mit hängenden Köpfen herumzulaufen und aufs nächste Spiel zu warten“, findet der Außenverteidiger und fordert neben einer „gewissen Freude aufs Training“ auch: „Wir müssen nach vorne schauen und uns sagen: Hey, wenn wir gewinnen, dann können wir die und die in der Tabelle überholen. Nach hinten zu schauen und zu denken: Oh, wenn die gewinnen und wir verlieren – das ist der falsche Ansatz.“

Fritz verschreibt seinem Team eine hohe Dosis positiver Energie – und will dabei mit gutem Beispiel vorangehen. „Ich bin optimistisch, dass ich am Samstag spielen kann“, sagt er: „Denn ich will immer spielen.“ Am Ende der Woche werde er sich mit Coach Robin Dutt zusammensetzen und entscheiden, ob ein Einsatz im Heimspiel gegen Mönchengladbach schon Sinn macht. Schließlich hat der Kapitän die komplette Vorbereitung verpasst.

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Für Dutt wäre Fritz eine wichtige Alternative. Der 33-Jährige könnte rechts verteidigen und für ihn Theodor Gebre Selassie auf die linke Abwehrseite wechseln. Dort musste gegen Dortmund Innenverteidiger Luca Caldirola aushelfen, weil Dutt den möglichen Kandidaten Lukas Schmitz und Aleksandar Ignjovski die Ersatzrolle für den gesperrten Santiago Garcia nicht zutraut. Eine Entscheidung mit Folgen, denn Assani Lukimya stand in der Innenverteidigung bei weitem nicht so sicher wie sonst Caldirola.

Auch deshalb steht Dutt in der Öffentlichkeit in der Kritik. Nicht so bei Fritz, der stützt den Coach und betont: „Ich erlebe nicht, dass in seinem Kopf viele Fragezeichen sind. Er arbeitet wie immer sehr akribisch.“ · kni

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