Aber auch Gänsehaut beim Kapitän

Fritz: „Unsere Lage ist sehr bedrohlich“

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Comeback oder Ersatzbank? Clemens Fritz (Bild) nimmt es, wie es kommt, und gönnt vor allem Aleksandar Ignjovski weitere Einsätze. ·

Bremen - Clemens Fritz ist wieder dicht dran. Nach beinahe acht Wochen Pause wegen einer Bauchmuskelverletzung steht der Werder-Kapitän vor der Rückkehr ins Team. Allerdings bestehen noch Zweifel bei dem 33-Jährigen, ob er schon gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag mit von der Partie sein wird. Gestern sprach Fritz vor Journalisten über seine Situation.

Wie ist das Befinden, Herr Fritz?

Clemens Fritz:Ich bin sicherlich noch nicht bei 100 Prozent, aber ich taste mich ran. Ich war lange raus, habe die Vorbereitung auf die Rückrunde verpasst. Das holt man nicht in ein paar Trainingseinheiten auf.

Am vergangenen Spieltag standen Sie noch nicht im Kader. Freiwillig?

Fritz:Ich habe das mit dem Trainer abgestimmt. Ich war noch nicht so weit, über 90 Minuten hohes Tempo zu gehen.

Und jetzt?

Fritz:Ich kann für das Wochenende wirklich noch keine Einschätzung abgeben. Ich kann aber sagen, dass ich mich nach jeder Trainingseinheit besser fühle.

Auf Ihrer Position als rechter Verteidiger haben Sie in Aleksandar Ignjovski neue Konkurrenz bekommen.

Fritz:Iggy hat das gegen Gladbach richtig gut gemacht. Er hat bestätigt, was er die Tage vorher schon im Training gezeigt hat. Ich freue mich ganz besonders für Iggy, denn er hat lange nicht gespielt, trotzdem nie nachgelassen. Er hat es sich verdient, jetzt zu spielen.

Sie haben keine Angst, möglicherweise Ihren Platz im Team zu verlieren?

Fritz:Das ist ein normaler Konkurrenzkampf, davor will ich mich auch gar nicht verstecken. Ich denke, mir tut ein gesunder Konkurrenzkampf ganz gut. Aber um meinen Platz im Team mache ich mir im Moment wirklich keine Gedanken. Ich weiß doch, dass ich nach der langen Pause noch Nachholbedarf habe.

Wenn es hart auf hart kommt, würden Sie dann einen Kapitänsbonus erwarten?

Fritz: Ich erwarte gar nichts – außer von mir, dass ich meine Leistung bringe.

Auf Werder wartet jetzt eine Serie von fünf Partien gegen direkte Konkurrenten. Sind das die entscheidenden Wochen der Saison?

Fritz:Mit Sicherheit. Unsere Lage ist aktuell sehr bedrohlich. Wir müssen unsere Punkte holen.

Worauf kommt es dabei an?

Fritz:Auf das, was die Mannschaft am Samstag in der zweiten Halbzeit gegen Gladbach gezeigt hat. Auf die Aggressivität, die Zweikampfhärte, die Leidenschaft – aber auch auf den Glauben an die eigene Stärke.

Haben Sie das alles gegen die Borussia gesehen?

Fritz:Ich habe vor allem gesehen, dass es in der Mannschaft stimmt. Die Reaktion nach der Pause hat mich unheimlich gefreut. Ich saß auf der Tribüne und hatte teilweise eine Gänsehaut – wegen der Mannschaft, aber auch wegen unserer Fans, die uns wieder großartig unterstützt haben. Ich sage das immer wieder: Der Zusammenhalt mit den Fans ist ein großes Plus für uns.

Letztlich hat Neuzugang Ludovic Obraniak mit einem Freistoß das 1:1 gerettet. Wie wichtig kann der Franzose für Werder Bremen werden?

Fritz:Das hat er doch gezeigt. Er schießt sehr gute Eckbälle und Freistöße, hat einen guten Fuß und ein gutes Auge. Er ist einer, der ein Spiel auch lenken kann. Er hebt unsere Qualität insgesamt an.

Zurück zu Ihnen: Zu Jahresbeginn hatten Sie gesagt, Sie werden Ihre Option bei Werder wahrnehmen und bis 2015 bleiben. Einschränkung: Wenn Sie nicht von Verletzungen geplagt werden. Haben die acht Wochen Pause Ihre Meinung verändert?

Fritz:Meine Gelenke funktionieren noch, so eine Bauchmuskelverletzung ist nicht wirklich entscheidend. Gerade jetzt merke ich, wie gut es mir tut, nach der langen Reha-Phase wieder auf dem Platz zu stehen. Ich habe noch Lust auf Fußball und Freude an der Aufgabe. Von daher spricht – Stand jetzt – nichts dagegen, bis 2015 weiterzumachen. · csa

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