„So darf man nicht auftreten“

Fritz ist sauer auf die Reservisten

Clemens Fritz

Bremen - Erst schimpfte die sportliche Leitung in Person von Klaus Allofs und Thomas Schaaf, nun legt der Kapitän nach: Auch Clemens Fritz ist sauer, dass Werder am Dienstagabend beim Test in Rostock sang- und klanglos mit 0:3 unterging.

„So darf man nicht auftreten, wenn man am Wochenende in Kaiserslautern gewinnen will“, klagt der Mittelfeldspieler.

Krankheitsbedingt fehlte Fritz beim Kick gegen den Zweitligisten. Deshalb fällt es ihm auch schwer, Kritik zu äußern. „Ich habe ja nichts gesehen“, entschuldigt sich der 31-Jährige. Doch der Kapitän stiehlt sich nicht aus seiner Verantwortung, die Mannschaft wach zu halten. Und natürlich hat er gehört, dass speziell die Akteure aus der zweiten Reihe ziemlich blass geblieben sind. „Alle Spieler stellen den Anspruch, hier spielen zu wollen. Aber dann müssen sie das auch zeigen, wenn sie die Möglichkeit haben“, stellt der erfahrene Ex-Nationalspieler fest.

Angesprochen fühlen müssen sich Wesley und Sandro Wagner, aber auch Talente wie Florian Trinks, Felix Kroos und Lennart Thy. Außerdem sind die lange verletzten Sebastian Boenisch und Mikael Silvestre noch weit von ihrer Bestform entfernt. Aber alle werden gebraucht – nicht unbedingt in der Startelf am Samstag in Kaiserslautern. Denn die Personalsituation entspannt sich langsam wieder. Doch das Zauberwort heißt Konkurrenzkampf. Sportchef Klaus Allofs hatte den Kader vor Saisonbeginn extra breiter aufgestellt, um auf jeder Position doppelt besetzt zu sein und den vermeintlichen Stammkräften Dampf zu machen. Doch die Herausforderer liefern nicht mal warme Luft. „Einige müssen sich ganz schön anstrengen, um den Konkurrenzkampf überhaupt wieder zu erreichen“, stellt Schaaf den Ersatzspielern ein schlechtes Zeugnis aus. Gepaart mit den verletzungsbedingten Ausfällen sorgt dieser Zustand dafür, „dass sich die Mannschaft quasi von selbst aufstellt“, wie Fritz anmerkt: „Das ist immer blöde für den Trainer. Wir brauchen den Konkurrenzkampf, der belebt das Geschäft.“

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Trotz der Probleme und der vier Niederlagen in den fünf Testspielen ist Fritz weit davon entfernt, so kurz vor dem Rückrundenstart in Panik zu verfallen: „Ich mache mir keine Sorgen. Unsere Vorbereitung in Belek war sehr gut. Da müssen und da werden wir wieder anknüpfen.“ · kni/ck

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