Fritz, Prödl, Wolf und Kroos heute dabei / Sieglos-Schalker „wollen alles zerreißen“

Vier Entwarnungen und eine Warnung

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Zurück auf dem Platz: Sebastian Prödl, Felix Kroos und Clemens Fritz (von links) machen sich mit Athletikcoach Reinhard Schnittker warm. Offensichtlich sind die Magen-Darm-Probleme bei den drei Werder-Profis überstanden.

Bremen - Die Grippewelle lässt Werder nicht los. Sogar Sportchef Thomas Eichin fühlte sich gestern nicht sonderlich wohl, war aber trotzdem auf der Pressekonferenz.

Auch Nils Petersen und Richard Strebinger hat es inzwischen erwischt. Beide liegen mit Magen-Darm-Problemen flach und werden heute (20 Uhr) im richtungsweisenden Heimspiel gegen den FC Schalke 04 fehlen. Die gute Nachricht: Kapitän Clemens Fritz, Sebastian Prödl, Torwart Raphael Wolf und Felix Kroos geht es deutlich besser. Gibt es keine gesundheitlichen Rückfälle, sind sie einsatzbereit.

Beim Abschlusstraining war das Quartett gestern Nachmittag dabei. Trotzdem ist es möglich, dass Trainer Robin Dutt heute dem einen oder anderen eine Pause gönnt – etwa Prödl oder Fritz, für die Luca Caldirola und Marnon Busch beginnen könnten. „Ich habe nullkommanull Bauchweh, auch mal andere Spieler zu bringen, die im Training mit den Hufen scharren“, sagte Dutt.

Trainerkollege Jens Keller ist seit Wochen gezwungen, kräftig zu rotieren. Immer wieder fallen bei Schalke viele Leistungsträger aus, auch heute. Dennoch mag Dutt „nicht von einer B-Truppe sprechen. Klar sind Julian Draxler und Kevin-Prince Boateng (beide gesperrt, Anm. d. Red.) tolle Spieler, aber das gilt zum Beispiel auch für Sidney Sam.“ Und wenn die Schalker Offensivreihe aus Klaas-Jan Huntelaar, Eric-Maxim Choupo-Moting, Max Meyer und Sam besteht, „ist das nicht so schlecht“, meint Dutt. Findet auch Verteidiger Assani Lukimya: „Sie haben vorne Qualitäten ohne Ende. Wenn man die machen lässt, nehmen sie dich auseinander.“

Das will Werder verhindern. Um nicht schon wieder unten in der Tabelle festzuhängen, soll nach drei Remis und der Niederlage in Augsburg (2:4) der erste Sieg der Bundesliga-Saison her. Und Eichin glaubt fest daran, dass es gelingt: „Wir sind gut drauf, spielen erfrischenden Fußball. Wir müssen aber die nötigen Punkte holen – und das werden wir gegen Schalke machen.“

Die Gelegenheit scheint in der Tat günstig zu sein. Der S04 hat in dieser Spielzeit noch weniger geholt als die Bremer, die gegen Regionalligist Illertissen immerhin mit Ach und Krach die erste Pokalrunde überstanden. Die „Königsblauen“ dagegen gewannen kein einziges Pflichtspiel – weder in der Bundesliga (zwei Remis, zwei Niederlagen) noch in der Champions League (1:1 beim FC Chelsea) oder im DFB-Pokal (Erstrunden-Aus bei Drittligist Dresden).

Abschlusstraining vor dem Schalke-Spiel

Doch genau diese Sieglos-Serie kann unangenehm für Werder werden, mutmaßt Zlatko Junuzovic. „Angeschlagene Gegner sind besonders gefährlich, die wollen dann alles zerreißen. Da müssen wir höllisch aufpassen, selbst Druck aufbauen und unsere Fans mitnehmen“, sagt der Mittelfeldmann und fügt entschlossen an: „Wir wollen endlich den Sieg, das wäre das i-Tüpfelchen.“

mr

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