Fritz nerven die negativen Fragen

„Ich kann es nicht mehr lesen“

Clemens Fritz hat Dampf abgelassen.
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Clemens Fritz hat Dampf abgelassen.

Bremen - Clemens Fritz ist eigentlich immer recht besonnen, lässt auch schon mal ein Fragen-Gewitter sehr souverän über sich ergehen. Doch nach dem Leverkusen-Spiel platzte Werder Bremens Kapitän der Kragen. Dabei hatte ein Journalist nur gefragt, ob der 4:1-Sieg gegen Leverkusen am Samstag gegen Hannover vergoldet wird.

„Was soll ich jetzt dazu sagen?“, antwortete Fritz mit einer Gegenfrage und lederte dann los: „Dieses Negative, das geht mir echt auf den Sack. Ja, wirklich. Blockade hier, Blockade da – das ist immer die gleiche Kacke. Ich kann’s ehrlich gesagt nicht mehr lesen.“ Allerdings war es sein Teamkollege Zlatko Junuzovic gewesen, der nach dem enttäuschenden 2:2 im Heimspiel gegen Darmstadt von einer Blockade gesprochen hatte. Fritz wird das wissen, aber für ihn war nun einfach mal der Zeitpunkt gekommen, um Dampf abzulassen und etwas Grundsätzliches zu klären: „Lasst uns über das Positive sprechen. Lasst uns positiv nach vorne schauen. Ich hab’ das auch zu den Jungs vorhin gesagt. Diesen Weg müssen wir einfach positiv gehen. Es werden auch immer wieder Rückschläge kommen, aber wir müssen’s positiv angehen. Ich will mich hier jetzt auch nicht schon wieder so negativ beeinflussen lassen. Es nervt wirklich, wenn du immer wieder darauf angesprochen wirst.“

Damit war das Thema Heimspiel-Fluch gemeint. Seit August hat Werder im Weserstadion nicht mehr gewonnen. Gegen Darmstadt traten die Gastgeber ängstlich auf – und natürlich besteht diese Sorge auch vor der Partie gegen das Schlusslicht. „Ich habe den Jungs gesagt: Wir müssen das abschütteln. Ich bin überzeugt: Wenn wir diesen Schwung von heute mitnehmen, dann werden wir am Samstag endlich den Bock umstoßen. Wir wünschen uns nichts mehr – für uns, für den Verein, für die Stadt, auch in Bremen endlich mal wieder ein Spiel zu gewinnen.“

Das wäre auch für Viktor Skripnik gut. Der in die Kritik geratene Coach hat nach dem Sieg in Leverkusen erst einmal Ruhe. Doch die könnte nach einer neuerlichen Enttäuschung schnell wieder vorbei sein. „Natürlich ist es eine ernste Situation, wo jetzt auch Kleinigkeiten über Schicksale entscheiden“, weiß Fin Bartels und lobt: „Bei uns sind alle ruhig geblieben.“ Nur einer nicht: Clemens Fritz, aber das war ja auch erst nach dem Sieg.

kni

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