Kommentar zur Vertragsverlängerung von Fritz

Eine Angst ist noch größer

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Werder-Kapitän Clemens Fritz (Archivbild)

Ein Kommentar von Björn Knips. Respekt, Clemens Fritz! Es gibt nicht viele Fußball-Profis, die sich so bedingungslos in den Dienst ihres Vereins stellen. In Zeiten, in denen Spieler schneller durch Transferfenster springen, als über den Rasen zu laufen, ist der Werder-Kapitän eine wohltuende Ausnahme.

Sportredakteur Björn Knips

Seit zehn Jahren kämpft er für Werder – erst in der glanzvollen Champions League, dann im dunklen Bundesliga-Keller. Immer mit vollem Einsatz, stets ohne Starallüren – das Team steht für ihn über allem. Aber nicht nur deshalb ist er ein so guter Kapitän. Fritz kommt mit seiner sympathischen Art auch bei den Fans, bei den Medien und den Sponsoren bestens an.

Auf so einen Mann kann Werder nicht verzichten. Deswegen ist die Vertragsverlängerung absolut richtig. Kritiker, die nun befürchten, Fritz stehe einem Neuaufbau im Wege, blockiere Talente in ihrer Entwicklung, denen sei gesagt: Wer an einem 35-Jährigen nicht vorbeikommt, ist eben nicht gut genug und muss weiter arbeiten.

So wie es Fritz Tag für Tag macht. Doch in ihm war auch immer diese Angst. Die Angst, nicht den richtigen Zeitpunkt zum Absprung zu finden. Nicht mehr gebraucht zu werden, und es selbst nicht zu merken. Deswegen hat er im Januar seinen Abschied angekündigt. Danach wirkte er wie befreit von einer Last und spielte seinen besten Fußball seit Jahren. Nun ist wieder eine Angst da. Die Angst vor dem Abstieg. Sie betrifft nicht nur Fritz, sondern den ganzen Club. Deswegen hat er jetzt mit seiner Vertragsverlängerung ein positives Zeichen gesetzt, um wirklich alles für den Klassenerhalt zu tun.

Respekt, Clemens Fritz!

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